www.derfflinger.de

Freigegeben in Politik

Politiker sprechen „endlich wieder“ mit dem Volk

Lob für PEGIDA

Dienstag, 19 Mai 2015 19:52 geschrieben von  Dirk Schneider
Lob für PEGIDA Grafik: pegida.de

Dresden - Laut einer Umfrage ist die Mehrheit der Befragten überzeugt, dass die islamkritische Bewegung PEGIDA (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) dazu beigetragen hat,  dass die Politik beginnt, sich wieder näher am Volk zu orientieren.

So erklärten 54 Prozent, sie seien ganz oder teilweise davon überzeugt, dass das Volk durch die Bürgerbewegung wieder zu mehr Selbstbewusstsein gefunden hat. Etwa vierzig Prozent glauben zudem, dank PEGIDA sprechen die regionalen Politiker „endlich wieder mit dem Volk“. Ein Drittel der Befragten gab an, nun würde mit der Bevölkerung auch über die Themen gesprochen, „die die Menschen hier wirklich interessieren“.

41 Prozent der Teilnehmer der Umfrage fühlten sich zumindest teilweise von PEGIDA vertreten und teilen deren Ziele. Ein beachtliches Ergebnis angesichts der massiven medialen Kritik an der Bewegung. Offenbar konnte auch der unterstellte Rechtsruck, den die Presse in den letzten Wochen ausführlich beschrieb, der Bewegung wenig schaden.

Die Umfrage versuchte zu untersuchen, welche Auswirkungen die Proteste nach Meinung der Bürger auf die Wirtschaft und den Tourismus in Dresden haben könnte. Fast fünfzig Prozent der Befragten bezweifelt, dass der Protest überhaupt Auswirkungen auf die Wirtschaft habe: Einen Grund, warum sich Firmen abgeschreckt fühlen könnten, weil Bürger für ihre Belange auf die Straße gehen, sehen sie nicht. Auch die medial beschriene Abschreckung von Touristen teilen nur zehn Prozent der Befragten. Knapp zwanzig Prozent verstehen auch nicht, wenn sich Asylanten oder Ausländer nun in Dresden unwohl fühlen sollten.

Die Patriotischen Europäer hatten am Montagabend erneut auf dem Schlossplatz in Dresden demonstriert. Bereits seit Oktober vergangenen Jahres treffen sich in der sächsischen Hauptstadt jeden Montagabend Tausende Bürger um gegen Missstände der Politik zu demonstrieren. Trotz aller Skandale, versuchten Spaltungen und scharfer Kritik vonseiten der Medien besteht die Bewegung um Gründer Lutz Bachmann weiterhin.

Wie Frank Richter, der Leiter der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, erklärte, hält er ein baldiges Ende der Bewegung für ausgeschlossen: PEGIDA sei „eine Gefühls- und Problemstaublase, die geplatzt ist und die nun abfließt“. „Selbst wenn die Zahlen bei den Demonstrationen zurückgehen, bleiben ja doch offensichtlich Probleme übrig“, so Richter.

Artikel bewerten
(5 Stimmen)