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PEGIDA will's weiter wissen

Lutz Bachmann ist zurück

Dienstag, 10 Februar 2015 16:30 geschrieben von 
Logo von PEGIDA Logo von PEGIDA Quelle: pegida.de

Dresden - Während die Abspaltung einiger der PEGIDA-Organisatoren rings um Kathrin Oertel, „Direkte Demokratie für Europa“ (DdfE), am Sonntag nur einige hundert Menschen auf die Straße lockte, bleibt auch die übrige Protestbewegung PEGIDA am gestrigen Abend weit hinter den zuvor erreichten Zahlen zurück. Nach offiziellen Zahlen der Polizei versammelten sich nur rund zweitausend Bürger auf dem Dresdner Neumarkt an der Frauenkirche.

Mit dabei war auch der ehemalige Vorsitzende und Mitbegründer Lutz Bachmann, der die Eröffnungsrede hielt. Bei den „unüberlegten Äußerungen“, die ihn vor knapp drei Wochen zum Rücktritt als Vorsitzender bewegt hatten, handele es sich um Worte, „die jeder von uns, jeder, bin ich mir sicher, schon mal am Stammtisch benutzt hat“. Nun werde es weitergehen wie gehabt, versicherte er. An den ursprünglichen neunzehn Forderungen werde ebenso festgehalten, wie an der Versicherung, es werde „keinen Rechtsruck oder sonst irgendwas geben“. Wie zum Beweis las Bachmann später einen offenen Brief eines jüdischen Paares vor, dass den Holocaust überlebt hatte und dennoch begeisterte PEGIDA-Anhänger sind.

Als erste Gastrednerin sprach die ehemalige AfD-Politikerin Tatjana Festerling. Weitere Redner waren Götz Kubitschek und eine Dame, die als Anastasia aus Russland vorgestellt wurde.

Im Vorfeld hatte der Mannheimer Aktionskünstler Kurt Fleckenstein den Neumarkt, auf dem die Veranstaltung diesmal stattfand, mit 175 Gebetsteppichen belegt. Das Ordnungsamt und die Stadtreinigung entfernten diese aber vor Veranstaltungsbeginn.

Wie bereits von der Semperoper auf dem Theaterplatz gewohnt, wurde auch die Beleuchtung der Frauenkirche während der Kundgebung abgeschaltet, um nicht „als Kulisse für ausländerfeindliche Kundgebungen instrumentalisiert“ werden zu können, erklärte Pfarrer Sebastian Feydt.

Vor dem Schauspielhaus versammelten sich unterdessen nur noch rund vierhundert Gegendemonstranten. Ein Polizeisprecher erklärte, die Demonstrationen seien friedlich und ohne Störungen verlaufen.

Auch in Chemnitz und Leipzig versammelten sich am gestrigen Abend örtliche PEGIDA-Anhänger. So fanden sich trotz zuvor von der Stadt erteiltem Demonstrationsverbot dutzende LEGIDA-Sympathisanten in der Innenstadt. Das Versammlungsverbot für die Islamkritiker wurde mit fehlendem Personal bei der Polizei begründet, wodurch die Sicherung der Veranstaltung nicht gewährleistet werden könne. Die fünf Gegendemonstrationen durften hingegen allesamt stattfinden. Nachdem es zu Rangeleien zwischen LEGIDA-Anhängern und -Gegner kam, eskortierte die Polizei die rund fünfzig Personen zum Hauptbahnhof.

In Chemnitz versammelten sich laut Polizeiangaben rund fünfhundert Menschen zur CEGIDA. Ihnen standen rund eintausend Gegendemonstranten gegenüber.

Letzte Änderung am Mittwoch, 11 Februar 2015 16:34
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