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Front-National-Chefin erwartet „heilsame Reaktion des Gemeinwesens“ auf islamistischen Terror

Marine Le Pen fordert Wiedereinführung der Todesstrafe

Sonntag, 11 Januar 2015 20:53 geschrieben von  Johann W. Petersen
Marine Le Pen Marine Le Pen Quelle: politikis.si

Metz - Die Vorsitzende des Front National, Marine Le Pen, hat nach den islamistischen Attentaten von Paris die Wiedereinführung der Todesstrafe gefordert. Die französische Politikerin erinnerte im Fernsehsender „France 2“ daran, dass sie im Fall ihrer Wahl zur Präsidentin 2017 ein Referendum zu der Frage plane. Sie selbst befürworte eine Einführung der Todesstrafe, um damit „die abscheulichsten Verbrechen“ ahnden zu können.

Marine Le Pen erklärte gegenüber „France 2“ zu dem Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitung „Charlie Hebdo“: „Die Nation ist angegriffen, unsere Kultur, unsere Art zu leben. Frankreich muss von jetzt an in einen Krieg eintreten, gegen den fundamentalistischen Islamismus.“ Sie fühle sich in ihren Warnungen bestärkt. „Schon seit Wochen, Monaten und Jahren bin ich alarmiert über die Gefahren des Fundamentalismus in unserem Land.“ Es müsse jetzt „eine heilsame Reaktion des Gemeinwesens“ geben.

Die Demonstrationen am Mittwochabend, als mehr als hunderttausend Menschen in zahlreichen französischen Städten auf die Straße gegangen waren, seien ein Anfang gewesen. Die Politik müsse nun jedoch die Führungsrolle übernehmen. Es gehe um Maßnahmen, die sie seit Langem fordere: Eine bessere Überwachung der Grenzen, die Möglichkeit, Straftätern die Staatsangehörigkeit abzuerkennen, mehr Rechte für die Polizei.

Die Vorsitzende des Front National ist jedoch weit davon entfernt, Muslime pauschal zu verurteilen. Deshalb sprach sie bei „France 2“ auch von „muslimischen Mitbürgern, die mit unserer Nation und ihren Werten“ verbunden seien und unterschied sie von „denjenigen, die im Namen des Islam töten“. Le Pen rief daher zur Geschlossenheit auf: „Die Nation steht zusammen, um auszudrücken, dass wir, Franzosen aller Herkunft, nicht akzeptieren, dass unser Leben und unsere Freiheit angegriffen wird.“

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