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Front National:

Marine Le Pen hat französische Regionalwahlen im Visier!

Freitag, 04 Dezember 2015 14:09 geschrieben von  Rüdiger Dietrich
Marine Le Pen Marine Le Pen Quelle: politikis.si

Paris - Die politische Landschaft in Europa könnte sich verändern und evtl. dem jahrelangen, ja jahrzehntelangem Linksruck etwas Einhalt gebieten. In Frankreich finden an diesem Sonntag die Regionalwahlen statt, bei denen laut Umfragen der Front National eine dominierende Rolle spielen könnte. Besagte Umfragen halten sogar 30 % der Stimmen für die Partei von Marine Le Pen für möglich, womit diese betreffend einer landesweiten Wahl ein nicht allein für die Parteigeschichte historisches Ergebnis erreichen würde. Doch letztendlich wird erst nach der zweiten Wahlrunde eine Woche danach feststehen, wie viele der 13 französischen Regionen dann tatsächlich in die Verantwortung des Front National übergehen werden. Die Sozialisten von Staatschef François Hollande dürften dagegen bei den Regionalwahlen erneut eine schwere Schlappe erleiden, denn wenn sich die Umfragen bestätigen, könnte die Sozialisten mit mageren 22 % abschneiden, womit sicherlich in diverse Regionen die amtierenden Regionalpräsidenten ihre Plätze mit Vertretern sowohl von Front National, als auch des konservativ-bürgerlichen Lagers von Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy zu tauschen hätten.

FN-Parteichefin Marine Le Pen äußerte aktuell im Vorfeld der Regionalwahlen: "Vor einigen Monaten habe ich Ihnen gesagt, dass wir vier oder fünf Regionen gewinnen könnten. - Jetzt ist es soweit!“ Als Spitzenkandidatin könnte Parteichefin Marine Le Pen die nordfranzösische Region Nord-Pas-de-Calais-Picardie erobern, während Le Pens erst 25-jährige Nichte Marion Maréchal-Le Pen in der südfranzösischen Region Provence-Alpes-Côte d'Azur gute Chancen hat. Doch nach den noch schmerzlich vor Augen liegenden islam-terroristischen Anschlägen vom Freitag, den13. im November in Paris dürften Überraschungsergebnisse auch in anderen Regionen keineswegs auszuschließen sein. Mit Blick auf die unkontrolliert erfolgenden Flüchtlingsströme und der damit verbundenen Gefahr des offensichtlichen Terrorismus-Imports stellte die Tochter des Parteigründers zutreffend fest: "Alle haben sich über unsere Verbundenheit zu Grenzen lustig gemacht. Wir sind standhaft geblieben und wir haben recht behalten."

Wie in anderen europäischen Ländern auch nimmt angesichts politischer Erfolgsaussichten einer nationalen Opposition ebenso in Frankreich der Druck und die Hetze seitens des machthabenden Establishments  über die Konkurrenz zu und gewinnt an demokratisch fragwürdiger Schärfe. Diesbezüglich tat sich in letzter Zeit insbesondere der französische Premierminister Manuel Valls hervor, um sich im sogenannten „Kampf gegen Rechts“ zu profilieren. Immerhin handelt es sich um die letzte maßgebliche Wahl vor den Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 2017, weshalb dem Ausgang ein hoher symbolischer Stellenwert zugeschrieben wird. Die Antwort Marine Le Pens auf Manuel Valls Verhalten jedoch ist deutlich: „Es sei bedauerlich, dass Manuel Valls nicht die gleiche Energie für den Kampf gegen den IS aufwendet, wie für den Kampf gegen die Patrioten des FN" – Dem dürfte wenig hinzuzufügen sein.

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