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Bayerische Strategie Luftmobilität gestartet

Markus Söder (CSU) sieht Chancen im Individualverkehr über den Metropolen

Samstag, 21 Juli 2018 18:40 geschrieben von 
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht auch in Lufttaxis eine Zukunft Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht auch in Lufttaxis eine Zukunft Quelle: DERFFLINGER

München - Bayern neuer Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sucht auch in moderner Technik Chancen für den Freistaat. Mit der „Bayerischen Strategie Luftmobilität“ hat das Bayerische Kabinett ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Unterstützung der Erforschung von Luftmobilitätskonzepten beschlossen. Ministerpräsident Markus Söder sagte: „Wir wollen Zukunft gestalten. Wir starten die Bayerische Strategie Luftmobilität. Flugtaxis und elektronisches Fliegen sind Realität. Bayern soll führender Standort für Forschung, Produktion und Einsatz von Flugtaxis und Luftmobilität werden. Dafür werden wir ein Testfeld für autonomes Fliegen einrichten. Der innerstädtische Flug wird kommen, es ist keine Frage des ob, sondern nur des wann – und wir wollen vorn mit dabei sein.“

Auch Bayerns Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer freute sich: „Bayern verfügt mit exzellenten Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen, aber auch mit einer Mischung aus etablierten Flugzeugbauern und jungen High-Tech-Startups, über eine hervorragende Ausgangsbasis. Wir wollen vernetzen und fördern, um Bayern zu einem Global Player im Bereich Luftmobilität zu machen. Wir werden ein Höchstmaß an Transparenz gegenüber der Bevölkerung wahren, um zu erklären, Fragen zu beantworten und Chancen und Potentiale der neuen Technologie aufzuzeigen.

Der Ministerrat beschloss außerdem die Forschung und Anwendung von Assistenzrobotik an den Standorten Garmisch-Partenkirchen, München und Oberpfaffenhofen weiter auszubauen. Söder: „Wir wollen, dass pflegebedürftige Menschen ihr Leben in Würde und bestmöglicher Selbstbestimmtheit leben können. Assistenz-Roboter in der Pflege sind hier ein wichtiger Helfer und ein hoch aktuelles Forschungs- und Anwendungsfeld. Bayern investiert in eine wichtige Zukunftstechnologie, die Effizienz und Qualität in der Pflege entscheidend verbessern wird.“

Robotische Assistenzsysteme sollen bei schweren körperlichen oder zeitaufwändigen Routinetätigkeiten wie Heben und Bewegen, Waschen und Ankleiden unterstützen. So sollen hilfs- oder pflegebedürftige Menschen ein selbstständigeres Leben führen können. Dazu soll die Effizienz und Qualität der Pflege verbessert werden, Pflegekräfte und Angehörige entlastet und mehr Raum für die zwischenmenschliche Pflegearbeit geschaffen werden. In Kürze soll das Anwenderzentrum für Geriatronik als erster Baustein eines Healthcare-Robotik-Zentrums in Garmisch-Partenkirchen in Betrieb gehen.

Des Weiteren beschloss das Kabinett ein Maßnahmenpaket für den Hochschulausbau in allen Regierungsbezirken. „Regionale Wissenschaftseinrichtungen sind die Zukunftsmotoren der Regionen. Deshalb investiert Bayern massiv in Wissenschaft und Forschung. Wir besetzen Zukunftsthemen von der Digitalen Pflege über Biowissenschaften bis hin zum Software-Engineering für die Industrie. Mit Investitionen von circa 590 Millionen Euro in den nächsten Jahren schaffen wir neue Studiengänge, zum Beispiel in den Bereichen Cyber-Security und Künstliche Intelligenz, rund 9.400 neue Studienplätze und etwa 300 neue Stellen. So ermöglichen wir in allen Regionen des Landes Forschung und Ausbildung auf Top-Niveau – und sorgen dafür, dass die Menschen in Bayern in ihrer Heimatregion erfolgreich sein können. Durch die Ausbildung dringend benötigter Fachkräfte und den intensiven Austausch zwischen Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen fördern wir zugleich den Know-How-Transfer, erhöhen die Attraktivität regionaler Standorte und schaffen zusätzliche Arbeitsplätze vor Ort. Das schafft neue Zukunftschancen in allen bayerischen Regionen und ist ein klares Signal an die Menschen im ganzen Land“, so Söder.

Bayerns Wirtschaftsministerin Marion Kiechle erläuterte: „Regionale Wissenschaftseinrichtungen wie die Hochschulen für angewandte Wissenschaften spielen eine Schlüsselrolle für die Forschung und akademische Ausbildung in Bayern. Mit dem heutigen Maßnahmenpaket investieren wir gezielt in erfolgversprechende Themenbereiche und schaffen eine noch regionalere Wissenschaftslandschaft. Am neuen Campus Kulmbach entsteht eine neue Fakultät ‚Lebenswissenschaften‘ der Universität Bayreuth mit 1.000 neuen Studienplätzen. Einen großen Aufschlag wagen wir mit dem Ausbau der Hochschulen in Amberg-Weiden, Ansbach, Aschaffenburg, Coburg und Hof, Deggendorf, Ingolstadt, Kempten, Rosenheim und Würzburg-Schweinfurt. Hier entstehen neue Einrichtungen, neue Themenschwerpunkte, viele zusätzliche Studienplätze und neue Plattformen für eine noch engere Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.

Mit dem neu aufgesetzten „Innovationsbündnis Hochschule 4.0“ bekennt sich Bayern laut Wissenschaftsministerin Marion Kiechle zu einer klaren politischen Prioritätensetzung für Bildung, Wissenschaft und Innovation. Kiechle weiter: „Wir garantieren den Hochschulen verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen und Planungssicherheit. Diese Selbstverpflichtung des Staates stellt ein echtes Privileg der Hochschulen dar. Gleichzeitig belegt der Abschluss des Bündnisses: Staat und Hochschulen ziehen weiter an einem Strang – zum Wohle der Wissenschaft, der Studierenden und nicht zuletzt zum Wohle Bayerns!“

Das Innovationsbündnis unterzeichneten Ministerin Kiechle und Ministerpräsident Söder gemeinsam mit 32 Hochschulpräsidenten. Markus Söder sagte: „Wir sind stolz auf die leistungsstarke, vielfältige und innovative Hochschullandschaft in Bayern. Die klügsten und kreativsten Köpfe sollen auch in Zukunft in Bayern die besten Chancen haben.“

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