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Gefahr für die innere Sicherheit

Minderjährige Asylbewerber geraten ins Visier von Salafisten

Montag, 19 Oktober 2015 03:10 geschrieben von  Torsten Müller
Minderjährige Asylbewerber geraten ins Visier von Salafisten Quelle: www.rnf.de

München - Die deutschen Sicherheitsbehörden schlagen seit Wochen Alarm, dass die Gefahr besteht, dass Islamisten sich unter die Asylbewerber mischen könnten, um hierzulande terroristische Anschläge zu verüben. Nun weisen sie auch darauf hin, dass vor allem unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ins Visier von Salafisten geraten könnten.

So sagte der Leiter der Münchener Diakonie-Jugendhilfe, Andreas Dexheimer: „Dieses Jahr werden insgesamt etwa 12.500 unbegleitete junge Flüchtlinge nach München kommen. Derzeit kommen viele 13- und 14-Jährige. Das jüngste unbegleitete Flüchtlingskind war gerade mal sieben Jahre alt.“ Doch im Rahmen der Prüfphase stellt sich heraus, dass nur 60 Prozent von den überprüften jungen Asylbewerbern tatsächlich unter 18 Jahre alt sind.

Laut dem Verfassungsschutz seien diese jungen Asylbewerber besonders gefährdet, islamistischen Gruppen auf den Leim zu gehen. So sagte der Präsident des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes, Burkhard Freier: „Extremistische Salafisten suchen sich junge Menschen, die kein soziales Umfeld haben, und bieten ihnen nicht nur Geschenke oder den Koran an.“ Das sei vor allem Aufrufen im Internet zu entnehmen.

Auch Freizeitangebote werden von Salafisten gemacht. So soll es gemeinsame Ausflüge geben, dadurch soll das Vertrauen der jungen Asylbewerber gewonnen werden. Laut dem Islamismus-Experten Ahmad Mansour sehen die Islamisten vor allem bei jungen Asylbewerbern ein riesiges Potential, denen eine Vater-Figur fehlt.

Mansour dazu wörtlich: „Wenn die Islamisten die einzigen sind, die diese Menschen ernst nehmen, die ihnen Perspektiven aufzeigen, dann könnte es gefährlich werden.“ Die Jugendlichen sollen laut Mansour missioniert werden. Die Gesellschaft müsse hier entgegenwirken. „Man schafft es nicht, alle aufzunehmen. Es mangelt an geeigneten Plätzen, die den Bedürfnissen der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge entsprechen“, sagt Andreas Meißner, pädagogischer Leiter einer Berliner Jugendeinrichtung.

Auch vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) sind bereits mehrfach Salafisten aufgetaucht, um junge Asylbewerber anzusprechen und zu missionieren.

Die mit der Asylkrise einhergehenden Probleme für die innere Sicherheit sind offenbar nicht zu unterschätzen.

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