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FDP-Generälin Nicola Beer nach Israel-Reise:

Neuer Anlauf zu umfassender Nahost-Friedenskonferenz notwendig

Montag, 04 August 2014 16:56 geschrieben von 
FDP-Generalsekretärin Nicola Beer, MdL FDP-Generalsekretärin Nicola Beer, MdL Quelle: FDP

Berlin - FDP-Generalsekretärin Nicola Beer hat, wie die „Welt am Sonntag“ heute berichtet, nach Gesprächen mit Vertretern von israelischer Regierung und Knesset „einen neuen Anlauf zu einer Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Nahost (KSZNO)“ vorgeschlagen. „Deutschland kann nur schwer Vermittler sein, sehr wohl aber Tagungsort für eine solche KSZNO“, zitiert das Blatt die FDP-Politikerin.

Dem FDP-Mitgliedermagazin „elde“ sagte Beer nach ihrer Israel-Reise in der zurückliegenden Woche: "In Israel ist nahezu überall der Wunsch zu spüren nach einem friedlichen Zusammenleben mit all seinen Nachbarn. Allerdings ist der aktuelle Konflikt so zugespitzt und aufgeheizt, dass sogar humanitäre Waffenruhe kaum hält.“

Ziel des neuen KSZNO-Vorschlags sei „eine belastbare Friedensregelung für die gesamte Region“. Beer erläuterte: „Dabei müssen alle Konfliktparteien der Region ohne Ausnahme mit an den Tisch. Europas positive Erfahrungen mit der KSZE unter den Bedingungen des Kalten Krieges könnten einen Lehrpfad vorgeben. Ich bin mir bewusst, welches Gewicht die FDP derzeit hat – deshalb muss ein solcher Vorschlag jedoch nicht von vornherein als zu leicht befunden werden.“

Nicola Beer, MdL, berichtete weiter über ihre Eindrücke in Israel: „Eine Reise wie diese schlägt auch sehr emotionale Saiten an. Ich wünschte, die Mütter auf beiden Seiten würden gemeinsam gegen Hass, Fanatismus und die unbeschreibliche Zerstörung handeln, damit ihr Leid, das Leid ihrer Kinder und Enkel ein Ende findet. Mütter würden Schulen, Krankenhäuser und Wohnungen bauen anstatt Terrortunnel zu buddeln und Raketen abzuschießen. Ich will die Hoffnung nicht aufgeben, dass die Spirale der Gewalt durchbrochen und Frieden für die Menschen in der gesamten Region erreicht werden kann."

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