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Wahl zum österreichischen Bundespräsidenten:

Norbert Hofer als FPÖ-Präsidentschaftskandidat nominiert!

Dienstag, 02 Februar 2016 01:51 geschrieben von  Rüdiger Dietrich
Norbert Hofer Norbert Hofer Quelle: de.wikipedia.org | GüntherBilles

Wien – Am 24. April findet in Österreich die Wahl zum Bundespräsidenten und am 22. Mai die hochwahrscheinliche Stichwahl statt. Fünf Kandidaten gehen ins Rennen, wobei der freiheitliche Norbert Hofer mit seinen 44 Jahren der mit Abstand weitaus jüngste Kandidat ist. Das Durchschnittsalter beim Antritt bisheriger Präsidenten belief sich zwar auf 68 Jahre, doch Parteichef HC Strache sieht darin sogar einen Vorteil, da die Menschen in Österreich eine Erneuerung wünschten. "Nein, er ist nicht zu jung für dieses Amt, er ist erfrischend - und das ist gut so", bringt es Strache auf den Punkt. Inhaltlich gilt der derzeitige dritte Nationalratspräsident Hofer, unter dessen Regie 2011 nicht nur die Neuerstellung des Parteiprogramms, sondern auch die Auflage des "Handbuchs freiheitlicher Politik" federführend erfolgte, als einer der Chefideologen der FPÖ. Geht es nach Norbert Hofer solle das Amt des Bundespräsidenten "verbessert und verstärkt" werden, nicht zuletzt deshalb, weil der Bundespräsident als einziger Bundespolitiker direkt gewählt werde. Als "gutes Modell" empfahl Hofer im Ö1-"Journal zu Gast"  das Amt des Staatsoberhaupts nach französischem Vorbild, wobei es jedoch im Falle eines Eingriffs einer Befragung der Bürger bedürfe.

Unter den Bundespräsidentschaftskandidaten war zwar bislang ein "Fairness-Abkommen" Hauptthema für den Kandidatenwahlkampf, doch was von dieser rhetorischen Floskel zu halten ist, demonstrierte überdeutlich der SPÖ-Wahlkampfmanager Paul Pöchhacker in seinem Einsatz für SPÖ-Hofburg-Kandidat Rudolf Hundstorfer. Der Sozi-Wahlstratege hatte auf seinem Twitter-Account das „Krüppellied“ mit dem Hinweis „Für Hofer Norbert“ gepostet. „Ausgerechnet jener SPÖ-Mitarbeiter, der den Präsidentschafts-Wahlkampf von Sozial- und Behindertenminister Hundstorfer managen soll, macht sich in einem Twitter-Posting über behinderte Menschen lustig“, verurteilten die Freiheitlichen die sozialdemokratische Geschmacklosigkeit. Hofer leidet seit einem Flugsportabsturz im Jahr 2003 an einem inkompletten Querschnittssyndrom. Zum Thema "Fairness-Abkommen" äußerte Hofer selbst seine Zweifel, was von einem „Fainess-Abkommen“ nur für den Wahlkampf zu halten sei, und stellte die Frage „Und was ist danach?“

„Ich schließe mein persönliches Fairness-Abkommen mit den Bürgern, deren Interessen als Souverän ich danach im Amt zu vertreten habe“, beschreibt Hofer seine Haltung hierzu. Die Chancen in die Stichwahl zu kommen seien noch nie so hoch gewesen, gibt er sich zuversichtlich. Am Rückhalt in der Partei dürfte es kaum mangeln. „Norbert Hofer war immer der Wunschkandidat der FPÖ – von HC Strache über die Landesgruppen bis hin zur Parteibasis“, bestätigte der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Dr. Walter Rosenkranz.

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