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Sicherlich nicht ohne Hintergedanken fürs weiß-blaue Urlaubsland

Nun legt sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für die Reisebranche mächtig ins Zeug

Freitag, 22 Mai 2020 19:31 geschrieben von 

München - Mit einer finanzielle Förderung von Urlaub in Deutschland könnten wir die Reisebranche entlasten und Freude für die Menschen bringen. Gerne auch in Bayern“, so der CSU-Vorsitzende Markus Söder im Vorfeld einer Parteivorstandssitzung per Videokonferenz.

Denkbar seien entweder Urlaubsgutscheine oder eine steuerliche Absetzbarkeit. Söder plädierte aber für eine Förderung „vor allem für diejenigen, die nicht so viel Geld haben und sich so etwas nicht so leisten können“.

Markus Söder begründete den Vorstoß mit einer großen Skepsis, was in diesem Jahr Urlaubsmöglichkeiten in europäischen Nachbarländern angeht. Er sei da sehr zurückhaltend und glaube nicht, „dass wir heute schon Pläne vorgeben können, dass wir in einem Monat schon wieder in Italien oder in Spanien sind oder in Frankreich“. Bayerns Ministerpräsident warnte, man bewege sich im Kampf gegen das Coronavirus noch auf sehr dünnem Eis.

Es werde hoffentlich einen schönen Sommer geben - und man habe in Deutschland alle Möglichkeiten, etwa ans Meer oder in die Berge zu fahren. „Es gibt überall in Deutschland wunderschöne Gegenden, auch in NRW, auch im Harz“, sagte Markus Söder. „Die Infrastruktur ist da. Die Gesundheitsversorgung ist perfekt.“

Aber auch einen Blick auf die AfD warf Markus Söder. Die rechtsradikale Partei scheint sich gerade im Zerwürfnis des Parteivorsitzenden Jörg Meuthen mit dem Brandenburger Strippenzieher Andreas Kalbitz selbst zu zerlegen. Söder sagt: „Die AfD hat endgültig ihr wahres Gesicht gezeigt. Es wird jetzt ganz entscheidend darauf ankommen, ob die Trennung von sehr rechten und rechtsextremen Kräften wie dem brandenburgischen Noch-Fraktionsvorsitzenden durchgezogen wird oder nicht.“ Fest steht aber bereits: „Es bleibt auf jeden Fall ein Wrack übrig von dieser Partei, eine Ruine.“ Es werde sich nur noch zeigen müssen, „ob die noch rechteren Kräfte sich durchsetzen oder nicht“.

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