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Legida-Gegner

Polizei kritisiert zunehmende Gewalt

Dienstag, 01 September 2015 22:04 geschrieben von  Susanne Hagel
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Leipzig - Die Polizei Leipzig beklagt ein immer größer werdendes Gewaltpotenzial bei Demonstrationen. Schon wieder fielen die überwiegend linkspolitischen Gegner der Legida-Veranstaltung durch ihr aggressives Verhalten auf.

„Im Hinblick auf die Dynamik, die aufgeheizte Stimmungslage und die hohe Gesamtzahl der an den Versammlungen bzw. dem Gegenprotest teilnehmenden Menschen schätzt die Polizeidirektion Leipzig die Einsatzbewältigung, bei welcher auch Fremdkräfte des Bundes und aus Thüringen unterstützten, als insgesamt erfolgreich ein. Dennoch muss mit Bedauern konstatiert werden, dass die nunmehr 16. vergleichbare Versammlungslage wiederum leider nicht gänzlich ohne Gewalttätigkeiten ablief“, fasst der Polizeibericht zusammen.

Zwar gelang es dem Großaufgebot der Polizei, die Gegendemonstranten von der Legida-Veranstaltung größtenteils fernzuhalten, einige Zusammenstöße könnte sie jedoch nicht verhindern, so dass es zu mehreren Körperverletzungen kam. Wieder wurden Flaschen und Steine auf die Teilnehmer von Legida geworfen und ein Auto mutwillig zerstört. „Neben diesen Fakten lassen auch die beiden gegen 17:15 Uhr in der Nähe des Naturkundemuseums entdeckten Pflastersteindepots Rückschlüsse auf das Gewaltpotenzial zu“, heißt es im Polizeibericht. Die Polizei setzte Tränengas ein.

Eigentlich wollte PEGIDA-Gründer Lutz Bachmann am Montag auf der Legida sprechen, sagte seine Rede aber kurzfristig ab. Auch auf Seiten der Islamkritiker kam es zu vereinzelten Festnahmen. So soll Stephane Simon in Gewahrsam genommen worden sein, weil er sich mit einer Radfahrerin gestritten habe. Der Franzose ist leipzigweit bekannt und hatte in der Vergangenheit auch schon in Dresden bei PEGIDA gesprochen.

Rund 3.000 Menschen versammelten sich auf der Gegenseite. Auch der Oberbürgermeister Leipzigs, Burkhard Jung (SPD) sprach auf einer Gegendemonstration. Er bedankte sich bei allen, die ein klares Signal gegen Rassismus setzen. „Rassismus ist keine Meinung, die ich äußern darf in einer freien Gesellschaft. Rassismus ist ein Verbrechen“, erklärte er.

Christian Wolff, ehemaliger Pfarrer der Thomaskirche in Leipzig, erklärte, Legida sei ein „Sammelbecken derer, die schon seit Monaten das städtische Zusammenleben versuchen zu vergiften und die Menschen gegeneinander aufzubringen“. Dagegen wehre sich die Stadt Leipzig.

Letzte Änderung am Mittwoch, 02 September 2015 04:10
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