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Tony Fiedler knapp gescheitert

PRO KÖLN mit neuem Vorstand

Dienstag, 09 September 2014 18:52 geschrieben von  Johann W. Petersen
Vorstand von "Pro Köln" Vorstand von "Pro Köln" Quelle: pro-koeln.org

Köln - Die rechtspopulistische Bürgerbewegung PRO KÖLN hat am vergangenen Samstag einen neuen Vorstand gewählt. Neuer Vorsitzender von PRO KÖLN ist der 53-jährige Michael Gabler, der für die Vereinigung in der Bezirksvertretung von Nippes sitzt und sich in einer Kampfabstimmung gegen den Kalker Bezirksvertreter Tony Fiedler (25) und den Ehrenfelder Seniorenvertreter Waldemar Staudenherz (71) durchsetzen. Fiedler wurde daraufhin zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Den Vorstand komplettieren Christel Tank als Schriftführerin, Karl Schiele als Schatzmeister sowie Doris Rost und Jana Schiele als Beisitzerinnen.

Der bisherige Vorsitzende Markus Beisicht, der zehn Jahre an der Spitze der Organisation gestanden hatte, kandidierte nicht mehr für den Vorsitz. Der Leverkusener Rechtsanwalt hatte schon nach dem Debakel bei den Kommunalwahlen im Mai angekündigt, sich auf die Funktion als Vorsitzender der Bürgerbewegung PRO NRW zu konzentrieren. PRO KÖLN hatte bei der Wahl zum Kölner Stadtrat nur noch 2,6 Prozent der Stimmen (minus 2,8%) erhalten und büßte damit drei der zuvor fünf Mandate sowie den Fraktionsstatus ein. Vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf begann am Montag der Prozess gegen vier Islamisten, die nach Ansicht der Bundesanwaltschaft im letzten Jahr ein Mordkomplott gegen Beisicht geschmiedet haben sollen.

Auffällig ist, dass dem diesmal außerordentlich für nur ein Jahr gewählten neuen Vorstand neben Beisicht auch die aktuellen Ratsmitglieder Judith Wolter und Markus Wiener nicht mehr angehören. Hintergrund ist, dass sich Wolter und Wiener gemeinsam mit den früheren Stadtverordneten Jörg Uckermann und Bernd Schöppe vor dem Landgericht Köln verantworten müssen. Die Anklage wirft ihnen vor, zwischen 2008 bis 2012 in mehreren hundert Fällen Gelder für Sitzungen der Fraktion und ihrer Arbeitskreise Geld unrechtmäßig bezogen zu haben. Dies bestreiten die Beschuldigten. „Bis zur gerichtlichen Klärung in dieser Frage“ hätten die Beteiligten auf eine erneute Vorstandskandidatur verzichtet, teilte PRO KÖLN mit.

Der neue Vorsitzende Michael Gabel ist außerhalb Kölns weitgehend unbekannt. Als Beruf gibt er auf der Internetseite von PRO KÖLN Schauspieler an. Der Informationsdienst „Blick nach Rechts“ berichtete zudem, dass er der Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender angehöre.

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