www.derfflinger.de

Freigegeben in Politik

Initiative „Schweinfurt wehrt sich“:

Protestkundgebung gegen Flüchtlingspolitik in Schweinfurt!

Montag, 19 Oktober 2015 19:08 geschrieben von  Rüdiger Dietrich
Schweinfurt, Mainufer Schweinfurt, Mainufer Quelle: de.wikipedia.org | User: Bbb auf wikivoyage shared | CC BY-SA 1.0

Schweinfurt - Am vergangenen Samstag, den 17.10. trat die Initiative „Schweinfurt wehrt sich“ erstmals öffentlich am Schillerplatz in Schweinfurt anläßlich einer Protestkundgebung gegen die derzeitige Asyl- und Flüchtlingspolitik auf. Die relativ junge Initiative fühlte sich wohl durch die mehr als 2800 Facebook-Anhänger ausreichend ermutigt, den Schritt in die Öffentlichkeit zu wagen. Als ein Indiz dafür, daß dies seitens der Behörden keineswegs begrüßt wurde, kann das Verhalten der Polizeikräfte gewertet werden, die trotz Familien mit Kleinkindern unter den Kundgebungsteilnehmern die auf den Plan gerufenen Antifa-Gegendemonstranten bis fast auf körperliche Reichweite an die Kundgebung heranließen. Erstaunlicherweise drangen trotz deren Abkesselungsversuche dennoch immer wieder interessierte Bürger zu den Veranstaltern durch. Alle anderen waren jedoch gezwungen, die über Lautsprecher verstärkten Redebeiträge von der Ferne aus zur Kenntnis zu nehmen.

Etwa 80 Interessenten der Initiative „Schweinfurt wehrt sich“ (Sws) gelang es durch die unangemeldete Absperrung der Gegendemonstranten bis zum Veranstaltungsplatz durchzudringen. Wenngleich sich die Initiative als eine über- bzw. außerparteiliche Plattform versteht, war die Rednerliste dennoch nicht völlig parteilos. Neben dem Redebeitrag der Initiatorin von Sws und Anmelderin dieser Kundgebung, Monique Schober, trat nämlich auch der bekannte NPD-Funktionär Sascha Roßmüller als Veranstaltungsredner auf. Während die Sws-Chefin mitunter auch auf die örtlichen Folgen der Flüchtlingspolitik speziell für Schweinfurt einging, spannte sich der Bogen des etwas längeren Redebeitrages von Sascha Roßmüller über die bundespolitischen Zusammenhänge in dieser bevölkerungspolitischen Angelegenheit. Soweit bislang bekannt, kam es lediglich auf Seiten der Gegendemonstranten zu Festnahmen. In mindestens einem Fall soll eine Störung durch Eierwürfe in Richtung der Sws-Teilnehmer erfolgt sein.

In Schweinfurt sind in der ehemaligen US-Ledward-Kaserne bereits mehr als 2000 Asylforderer untergebracht und der Stadtrat diskutiert, weitere Gebäude zur Verfügung zu stellen. Hier wie andernorts sind die Kapazitäten organisatorisch, logistisch und personell am Limit, weshalb dies Thema weiter an Aktualität gewinnen wird. Nicht zuletzt aufgrund des stetig anwachsenden Problemdrucks im Zusammenhang mit dieser interkontinentalen Völkerwanderung dürften auch die von früher bekannten Berührungsängste von Initiativen wie Sws mit Nationaldemokraten gesunken sein. Wie seitens der Sws zu vernehmen war, erachtete man dieses erste Engagement unter freiem Himmel als ausreichend perspektivisch, um absehbar erneut auf die Straße zu gehen. Gemessen an den Facebook-Unterstützern - wie es sich auch bei der vergleichbaren Initiative „Bamberg wehrt sich“ zeigt - scheint in Franken ernstzunehmendes Potential für einen patriotischen Widerstand zur Umvolkungspolitik der herrschenden politischen Klassen zu bestehen.

Artikel bewerten
(9 Stimmen)