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FDP besorgt

Regierungen der EURO-Staaten tragen Verantwortung für Enteignung der Sparer

Donnerstag, 25 September 2014 03:13 geschrieben von 

Berlin - Zur Studie der Allianz über die Verluste der Sparer durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank erklärt das FDP-Präsidiumsmitglied Dr. Volker Wissing:

„23 Mrd. Euro hat die Eurokrise die deutschen Sparerinnen und Sparer bereits gekostet. Dabei wäre es vorschnell, der Europäischen Zentralbank die Schuld zu geben. Die Verantwortung für diese beispiellose Enteignung der Sparerinnen und Sparer tragen die Regierungen der Eurostaaten, die ihre Reformanstrengungen weitgehend eingestellt haben und auf eine geldpolitische Lösung der Eurokrise durch die Zentralbank setzen. Die Große Koalition in Berlin ist hier mit schlechtem Beispiel vorangegangen. Union und SPD haben die bereits beschlossene Schuldentilgung ab 2015 vertagt. Die Bundesregierung will gar keine Schulden aktiv tilgen, sondern vertraut darauf, dass Inflation und Wirtschaftswachstum die Schulden irgendwann verschwinden lassen. Das ist Haushaltskonsolidierung im Schneckengang. Eine Regierung, die wie die Bundesregierung Reformen verweigert, kann diese auch nicht von anderen Regierungen einfordern. So verwundert es nicht, dass auch andere Euroländer sich weigern, ihrer Bevölkerung Einschnitte zuzumuten. Das führt dazu, dass aus der akuten Eurokrise mittlerweile eine chronische geworden ist.

Die Studie der Allianz zeigt deutlich, dass die Politik der Bundesregierung gerade die Deutschen bares Geld kostet. Jeder Bundesbürger hat im Schnitt bereits 281 Euro für die Eurokrise ausgegeben. Trotzdem schiebt die Bundesregierung die Lösung der Eurokrise auf die lange Bank, indem sie den Schuldenabbau hinauszögert und damit für eine künstliche Verlängerung der Niedrigzinspolitik sorgt. Die Verantwortlichen für den Aderlass der deutschen Sparerinnen und Sparer sitzen in den Regierungen Europas, auch in Berlin.“

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