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Kampf um die Muttersprache:

Süd-Tiroler Freiheit – Versicherungsverträge nicht nur auf italienisch!

Donnerstag, 16 Juli 2015 16:52 geschrieben von  Rüdiger Dietrich
SÜD-TIROLER FREIHEIT SÜD-TIROLER FREIHEIT Quelle: SÜD-TIROLER FREIHEIT

Bozen - Die Süd-Tiroler Freiheit läßt nicht nach, der deutschen Muttersprache im öffentlichen Bereich Südtirols ihren gleichberechtigten Status zu erstreiten. Konsequent deckt sie Fälle sprachlicher Diskriminierung auf und setzt sich für die Behebung derartiger Mißstände politisch ein. So auch aktuell im Sinne deutschsprachig orientierter Versicherungsnehmer. Grundsätzlich ist die Gesetzeslage eindeutig und räumt jedem Versicherungsnehmer das Recht ein, sämtliche Vertragstexte und anderweitig damit im Zusammenhang stehenden Mitteilungen von Pflichtversicherungen auch in deutscher Sprache zu erhalten. Doch ist Papier bekannterweise oftmals geduldig – so auch in diesem Falle. Eine seitens der Süd-Tiroler Freiheit eigens eingerichtete Arbeitsgruppe „Recht auf Muttersprache“ stellt anhand einer Umfrage fest, daß sich Versicherungsgesellschaften teilweise weigern, ihren Kunden die Vertragstexte auch in deutscher Sprache vorzulegen.

Verständlicherweise sieht die Süd-Tiroler Freiheit darin eine eklatante Diskriminierung deutschsprachiger Versicherungsteilnehmer, zu deren Beseitigung sie einige politische Maßnahmen ergreift. Neben einer diesbezüglichen Anfrage an die Landesregierung ergeht an diese gleichzeitig die Aufforderung eine Sachstandserhebung durchzuführen und bei der italienischen Aufsichtsbehörde zu intervenieren. Zudem wurde bereits bei der zuständigen Behörde für Verwaltungsstrafen bei Verletzung von Zweisprachigkeitsbestimmungen im Regierungskommissariat anhand eines konkreten Falles die Verhängung der gesetzlich vorgesehene Strafe in der Höhe von 2.500,- € verlangt. Darüber hinaus hat auch Werner Thaler von der Süd-Tiroler Freiheit die Unterstützung der Süd-Tiroler Verbraucherzentrale eingefordert, da es sich nach seiner Ansicht bezüglich des Sprachgebrauchs um eines der elementarsten Bürgerrechte überhaupt handelt.

Wie die Tiroler Freiheitsbewegung aus Reihen der Versicherungsbranche erfuhr, hängen die Südtiroler Versicherungsanbieter zumeist von italienisch-gesamtstaatlichen Gesellschaften ab, die schlichtweg für eine zeitnahe Übersetzung von Vertragstexten keine Sorge trage. Bleibt abzuwarten, inwiefern sich die SVP-Landesregierung für das elementare Heimatinteresse einer Gewähr der Muttersprache zu engagieren bereit ist, oder ob einzig die Süd-Tiroler Freiheit eine politische Versicherung der Tiroler für den Erhalt ihrer deutschen Sprache darstellt.

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