www.derfflinger.de

Freigegeben in Politik

Südtiroler Selbstbestimmungsrecht:

Süd-Tiroler Freiheit bereitet konkrete Schritte für ein Referendum vor

Dienstag, 02 Juni 2015 00:54 geschrieben von  Rüdiger Dietrich
Flagge Südtirols Flagge Südtirols

Bozen - Die Freiheitsbewegung Süd-Tiroler Freiheit schreitet mit Konsequenz Schritt für Schritt voran, ihre Selbstbestimmungspolitik der Loslösung von Italien vom Stadium der programmatischen Willensbekundung auf die Ebene praxistauglicher Handlungsvorgaben zu konkretisieren, die letztendlich einen referendumtauglichen Rahmen erzeugen. Mit ihrem an den Tag gelegten Gestaltungspotential reicht die Freiheitsbewegung weit über ihre Oppositionsrolle im Landtag hinaus und übernimmt Verantwortung, welche die Regierung nicht ausfüllt. Am vergangenen Freitag endete die erste Phase der von der Süd-Tiroler Freiheit ins Leben gerufenen Aktion „Selbstbestimmung … und dann?“, in der über die Organisation hinaus jedermann via eigens beworbener Plattformen sämtliche denkbaren Fragen im Zusammenhang mit einer Loslösung Süd-Tirols von Italien zu formulieren aufgerufen war.

Mit dieser aktiv die Bürger integrierenden Interaktion sollte kein Lebensbereich ausgelassen werden, bezüglich dem eine Klärung stattzufinden hat. Was passiert mit der Rente? Was geschieht mit den Staatsbediensteten? In welcher Form müßte sich Süd-Tirol noch an den Staatsschulden Italiens beteiligen? Wäre Süd-Tirol noch ein Teil der EU? Welche Zukunftsmodelle stehen bei einer Abstimmung zur Auswahl? Diese und zahlreiche weitere im Raum stehende Fragen wurden zusammengetragen. Die Süd-Tiroler Freiheit will keinen Platz für Unsicherheiten lassen und wird alle Fragen entsprechenden Fachexperten zur Begutachtung vorlegen, um dann nach dem Vorbild Schottlands ein sogenanntes Weißbuch der Selbstbestimmung zu veröffentlichen, mit dem der Weg zu einem Referendum auch in Süd-Tirol geebnet werden soll. Werner Thaler von der Süd-Tiroler Freiheit äußerte als überzeugter Interessenvertreter der Bevölkerung: „Nur wenn wir genau wissen, welche Fragen die Bevölkerung bei der Umsetzung des Selbstbestimmungsrechtes brennend interessieren und nur wenn wir auf all diese Fragen eine Antwort geben können, werden wir auch eine Selbstbestimmungs-Abstimmung in Süd-Tirol gewinnen.“ Die Süd-Tiroler Freiheit konnte in einem von ihr in der jüngsten Vergangenheit spektakulär initiierten Probe-Referendum unter dem Motto „Autonomie ist nicht genug – Wir wählen Freiheit!“ bereits auf ein äußerst beachtliches Ergebnis verweisen und indem sich die Mannschaft um deren Landtagssprecher Sven Knoll mit einer dergestalt hochprofessionellen fachpolitisch anspruchsvollen Herangehensweise dieser politischen Kardinalfrage annimmt, zeigt sie, wie ernst es ihr in dieser Angelegenheit ist. - Umso dynamischer sich die Politik der Süd-Tiroler Freiheit im Land präsentiert, desto interessanter wird auch zu beobachten sein, wie sich die österreichische Politik zu Positionieren gedenkt. Schließlich ist es ja keineswegs so, als ginge diese historische Volkstumsfrage das österreichische Rest-Tirol nichts an.

Artikel bewerten
(3 Stimmen)