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Österreichische Staatsbürgerschaft:

Süd-Tiroler Persönlichkeiten beantragen in Wien die Staatsbürgerschaft!

Montag, 25 Januar 2016 15:30 geschrieben von  Rüdiger Dietrich
Sven Knoll Sven Knoll Quelle: de.wikipedia.org | HaTe | CC BY-SA 3.0

Wien – Südtiroler Landtagsabgeordnete und Vertreter des Schützenbunds haben mit ihrem Ersuchen um die österreichische Staatsbürgerschaft in Wien nach inzwischen mehrjähriger Diskussion die Angelegenheit auf die Verwaltungsebene gehoben. Nun wird man sehen, wie die österreichische Position zu dieser Frage tatsächlich ist, nachdem man über 400 Anträge vorher nicht behandelt hatte“, sagte der Freiheitliche Nationalratsabgeordnete Werner Neubauer. Die Freiheitlichen scheinen - ungeachtet einer breiten Zustimmung in der Bevölkerung - in der Österreichischen Republik ohnehin die Einzigen zu sein, die ihren vom Heimatland abgetrennten Landsleuten solidarisch zur Seite stehen. Neubauer betonte anlässlich einer Pressekonferenz in Wien, in der jene Südtiroler Persönlichkeiten vorgestellt wurden, die bei der Magistratsabteilung 35 einen Antrag auf die Erteilung der österreichischen Staatsbürgerschaft einbrachten, dass die Freiheitlichen das politische Ziel, den Südtirolern die österreichische Staatsbürgerschaft im Parlament zu ermöglichen, nicht aus dem Auge verlieren werden.

Der Vertreter der Freiheitlichen Südtirols, Lantagsabgenordneter Pius Leitner, stellte in seiner Erklärung fest, dass es gerade in dieser Zeit, in der Italien eine Verfassungsänderung beabsichtige, welche die Interessen der Autonomien massiv beschneiden werde, notwendig sei, die österreichische Minderheit in Südtirol mehrfach abzusichern. Die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft sei dazu ein taugliches Mittel. Für die Südtiroler Freiheit, die mit drei Vertretern des Südtiroler Landtags zur Antragstellung in Wien angereist war, sagte deren Landtagssprecher Sven Knoll: „Es geht darum, aufzuzeigen, dass wir Südtiroler Österreicher sind und unsere österreichische Staatsbürgerschaft zurückbekommen möchten.“ Der Ehrenlandeskommandant des Südtiroler Schützenbundes Paul Bacher, dessen Vater mit erst 14 Jahren noch an der Front des ersten Weltkrieges seine Südtiroler Heimat gegen italienische Annexionsbestrebungen zu verteidigen bestrebt war, hatte bereits im Jahr 2011 einen Antrag eingebracht, der jedoch nicht behandelt wurde. Umso interessanter wird zu beobachten sein, wie die österreichischen Behörden dieses Mal mit den Anträgen umgehen werden.

Neubauer betonte abschließend, dass es die Aufgabe der Freiheitlichen Partei Österreichs sei, den Willen der Südtiroler Landsleute zu unterstützen. „Wenn 83 Prozent der österreichischen Bevölkerung mit der Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft in Form einer Doppelstaatsbürgerschaft an Südtiroler einverstanden sind, dann wissen wir uns in unserem politischen Vorgehen auf der richtigen Seite“, rückte der freiheitliche Südtirol-Sprecher sein Engagement in das richtige Licht. In der Tat würde es wohl vielfaches Unverständnis hervorrufen, wenn Österreich seinen ureigensten Landsleuten die Staatsbürgerschaft verweigerte, währenddessen man zahllose fremde in Heerscharen über offene Grenzen durchs Land ziehen lässt.

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