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Krankenversicherung mit 5 Milliarden Euro im Minus

Sozialversicherung mit 3,6 Milliarden Euro Defizit

Freitag, 09 Januar 2015 13:32 geschrieben von  Enno-Martin Cramer
Sozialversicherung mit 3,6 Milliarden Euro Defizit Quelle: arbeitsagentur.de

Magdeburg - In den ersten drei Quartalen 2014 musste die deutsche Sozialversicherung ein Finanzierungsdefizit von 3,6 Milliarden Euro verkraften. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, lag das Defizit damit allerdings um 0,5 Milliarden Euro unter dem des entsprechenden Vorjahreszeitraums.

Zur Sozialversicherung zählen die gesetzliche Krankenversicherung, die gesetzliche Unfallversicherung, die allgemeine Rentenversicherung und die knappschaftliche Rentenversicherung, die Alterssicherung für Landwirte, die soziale Pflegeversicherung sowie die Bundesagentur für Arbeit einschließlich deren Versorgungsfonds. An Einnahmen kamen bis September letzten Jahres insgesamt 407,3 Milliarden Euro zusammen. Das entspricht einem Anstieg um 3,2 im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Ausgaben stiegen nach Angaben der Wiesbadener Statistiker um 3,0 Prozent auf 410,9 Milliarden Euro.

Einen Finanzierungsüberschuss von knapp einer Milliarde Euro gab es laut Statistischem Bundesamt bei der Rentenversicherung. Hier erhöhten sich die Einnahmen um 3,4 Prozent auf 197,1 Milliarden Euro, wobei auch die Ausgaben mit 196,2 Milliarden Euro um 1,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums lagen. Ein deutliches Defizit von fünf Milliarden Euro gab es hingegen bei der Krankenversicherung. Im Vorjahr hatte es bis zum dritten Quartal noch bei 1,1 Milliarden Euro gelegen. Die Einnahmen der gesetzlichen Krankenversicherung beliefen sich 150,1 Milliarden Euro, die Ausgabenerhöhung um 5,7 Prozent auf 155,1 Milliarden Euro war vor allem auf Prämienzahlungen der gesetzlichen Krankenkassen, freiwillige Leistungen sowie stark gestiegene Arzneimittelausgaben zurückzuführen.

 

Einen leichten Überschuss von 0,1 Prozent hat nach den Destatis-Zahlen die Bundesagentur für Arbeit zu verzeichnen, deren Einnahmen von Januar bis September 2014 bei 24,8 Milliarden Euro (plus 3,1 %) lagen. Zu einer Entlastung der Ausgabenseite trugen Rückgänge beim Insolvenzgeld und der aktiven Arbeitsförderung bei, wodurch die Ausgaben um 0,5 Prozent auf 24,7 Milliarden Euro sanken.

Letzte Änderung am Freitag, 09 Januar 2015 13:40
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