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Gefährliche Entwicklung

Terroristen gefährden Bundeswehr im Irak

Mittwoch, 16 Dezember 2015 03:37 geschrieben von  Torsten Müller
Landkarte des Irak Landkarte des Irak Quelle: Kartendaten © 2015 Google,Mapa GISrael,ORION-ME

Berlin - Der islamische Terrorismus ist zu einer massiven Gefahr für die innere Sicherheit in Deutschland geworden. Seit Monaten warnen die Sicherheitsbehörden, dass ein terroristischer Anschlag in Deutschland nur noch eine Frage der Zeit sei. Durch den Einsatz der Bundeswehr in Syrien gerät Deutschland noch mehr ins Fadenkreuz islamischer Terroristen. Aktuell leben über 1.000 Personen in unserem Land, die die Behörden dem islamistisch-terroristischen Spektrum zuordnen. 420 davon sind sogenannte Gefährder, denen terroristische Anschläge zugetraut werden.

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat nun darauf hingewiesen, dass die terroristische Gefahr Deutsche nicht nur im Inland bedroht, sondern auch im Ausland. So warnt das BKA davor, dass der aus Hamburg stammende Dschihadist Asif N. einen Anschlag auf die Bundeswehr im nordirakischen Arbil plant. Der Staatsschutz des Hamburger Landeskriminalamtes (LKA) erhielt bereits im Spätherbst Hinweise darauf, dass der Dschihadist einen Selbstmordanschlag plane. Abgehörten Gesprächen zufolge wolle sich der junge Mann für den „Islamischen Staat“ (IS) opfern.

Wie gefährlich die Samthandschuhpolitik gegenüber gefährlichen Islamisten ist, beweist die Tatsache, dass gegen N. bereits vor einem Jahr wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt wurde. Dennoch wurde er bis heute nicht dingfest gemacht.

Beim IS ist es üblich, dass sich verwundete Dschihadisten als Selbstmordattentäter opfern, da sie sonst keinen Wert mehr für die Organisation haben. N., der sich auch Abu Mumin nennt, ist schwer verwundet und soll dies auch als Begründung genannt haben, sich als Märtyrer zu opfern.

Laut dem Terror-Experten Peter Neumann greife der IS bei Selbstmordanschlägen gerne auf ausländische Dschihadisten zurück, weil „diese Männer hochgradig ideologisch motiviert sind und lokal nicht verankert“ seien. Neumann dazu weiter: „Selbstmordattentate sind militärisch sinnvoll. Sie können mit vergleichsweise wenig Aufwand großen Schaden anrichten und verbreiten zugleich extreme Furcht.“ Der Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen sagte zur Rolle ausländischer IS-Kämpfer: „Viele der jungen Leute, die Richtung Syrien ausgereist sind, sind sich offenbar immer noch nicht klar darüber, dass sie dort nur als Kanonenfutter eingesetzt werden. Die Nachrichtendienste wissen mittlerweile von über 20 Selbstmordattentätern, die auf diese Weise vom IS verheizt wurden.“

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