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Einmal nur die Welt retten

UN-Klimagipfel geht ergebnislos zu Ende

Donnerstag, 25 September 2014 02:46 geschrieben von  Susanne Hagel
UN-Klimagipfel geht ergebnislos zu Ende Quelle: NASA

Magdeburg - Es ging um Themen wie Erderwärmung und Klimaschutz, doch außer heißer Luft in Form vager Aussagen der großen Regierungschefs blieb der UN-Klimagipfel ergebnislos.

Der Sondergipfel in New York bot 120 Staats- und Regierungschefs die Möglichkeit in je vier Minuten darzulegen, welchen Beitrag ihre Länder zum Klimaschutz leisten. Es fehlte nicht an großen Worten, an verbalen Unterstreichungen wie wichtig unsere Verantwortung für den Planeten Erde ist. "Nur einer ist im Weg", schloss der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, folgerichtig: "Wir.

In seiner Rede betonte der Präsident der Vereinten Nationen von Amerika, Barack Obama, ebenfalls die Wichtigkeit des Klimaschutzes. "Wir sind die erste Generation, die die Folgen des Klimawandels spürt und wir sind die letzte, die etwas dagegen tun kann." Er wolle nun - fast komisch mutet es angesichts der jahrelangen Rolle der USA als "Klimasünder" par excellence an - gar eine führende Rolle beim Kampf gegen die Erderwärmung einnehmen. "Wir, die USA und China, haben eine spezielle Verantwortung, zu führen. Das ist, was große Staaten tun müssen." Konkrete Klimaziele blieb er seiner Hörerschaft jedoch schuldig, diese wolle er "Anfang nächsten Jahres" nachreichen. Mit diesem Vorgehen bleibt er nicht allein; auch Chinas Vizepremier Zhang Gaoli versäumt es tatsächliche Pläne für die Umsetzung darzulegen. Stattdessen wieder starke Worte und das wohl häufigste Wort des Gipfels "Verantwortung": "China ist bereit, mit anderen Staaten zusammen Verantwortung zu schultern und eine bessere Zukunft für die Menschheit zu bauen.“

Der EU-Kommissionschef José Manuel Barroso lobte die Entwicklungen innerhalb der EU und kündigte an, dass die Einsparungspolitik für Treibhausgasemissionen in den EU-Ländern fortgesetzt werde. Man wolle so bis 2030 40 Prozent dieser Treibhausgase und 30 Prozent des Energieaufwands einsparen. Ziel seie es bis 2050 bis zu 95 Prozent der Emissionen einzusparen.

Kritiker hingegen zeigten sich enttäuscht. Der Gipfel habe nichts als "vage Versprechen" gebracht, heißt es. Als Vorbereitung für den Ende 2015 angestrebten weltweiten Klimavertrag, der eine Begrenzung der Welterwärmung auf zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit vorsieht, habe die Veranstaltung nichts gebracht als viel heiße Luft in Form kurzer Reden. Konkrete Zielsetzungen indes fehlten allerorten.

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