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Hellersdorf - demnächst in München?

Unzumutbare Zustände rund um die Bayernkaserne bringen Bürger in Rage

Montag, 04 August 2014 16:44 geschrieben von  Jens Hastreiter
Bayern-Kaserne Bayern-Kaserne Bild: © Haag

München - Die Zustände rund um die zentrale Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in der ehemaligen Bayernkaserne in München werden immer unerträglicher. Mehr als 2200 Asylanten leben dort inzwischen, viele davon aus Afrika, und stellen für die Anwohner mittlerweile eine handfeste Belastung dar. Kein Tag vergeht, an dem es nicht zu Belästigungen kommt. Die nahegelegenen Geschäfte haben allesamt längst eigenes Security-Personal eingestellt, ein Kinderspielplatz mußte geschlossen werden, weil er von Asylbewerbern als Toilette mißbraucht wird. Frauen werden massiv belästigt, Kinder bedrängt und beschimpft, und die Hausbesitzer in der Nachbarschaft beklagen sich über Müll, Kot und Urin.

Die Probleme sind inzwischen so massiv, daß auch der Bayerische Rundfunk und mehrere Lokalzeitungen darüber berichteten. Eine erst vor wenigen Tagen gegründete Facebookgruppe betroffener Bürger hatte am Freitag bereits über 1700 Mitglieder. Am Donnerstag kam es zu einer kurzfristig anberaumten Bürgerversammlung. Viele Anwohner wissen sich keinen Rat mehr.

Die übliche linksextreme Unterstützerszene erschien prompt auf dem Plan und diffamiert die betroffenen Bürger als „rechtsextrem“ – eine Entwicklung, die im Sommer letzten Jahres auch in Berlin zu beobachten war. Als es im dortigen Stadtteil Marzahn-Hellersdorf zu wochenlangen Unruhen wegen der Errichtung einer Asylantenunterkunft in einer früheren Schule kam, solidarisierte sich unter anderem die örtliche LINKE mit den Zuwanderern. Im Gegenzug zeigte die NPD ebenso demonstrativ Präsenz an der Seite der Einheimischen. Folge: bei der Bundestagswahl wenige Wochen später holte die NPD in einigen nahegelegenen Wahllokalen um die zehn Prozent.

Jetzt fürchtet die Münchner Lokalpolitik eine ähnliche Entwicklung in der bayerischen Landeshauptstadt. Dabei mußte selbst der Bayerische Rundfunk Verständnis für die Sorgen der betroffenen Anwohner einräumen. Und die Lokalzeitung „Münchner Merkur“ trug erst dieser Tage durch die Meldung nicht gerade zur Beruhigung der Lage bei, daß es in der Asyleinrichtung in der Heidemannstraße mittlerweile jede Woche (!) mehrere Fälle von TBC gebe. Sogar Sorgen wegen der Ausbreitung der Todesseuche Ebola kursieren.

Für die betroffenen Mitbürger geht es inzwischen um existentielle Fragen wie die Sicherheit für Leib und Leben, Gesundheit und Schutz des Eigentums. Als „rechtextrem“ oder „Rassisten“ wollen sie sich auf keinen Fall denunzieren lassen. Die nächsten Wochen dürften in der bayerischen Landeshauptstadt spannend werden. Denn ein Ende des massenhaften Zustroms von Asylbewerbern ist nicht abzusehen – an manchen Tagen kommen zwischen 150 und 200 Neuzugänge. Und andererseits herrscht im Medien- und Politikbetrieb in den kommenden Wochen das alljährliche Sommerloch. Es könnte also sein, daß bei einer Eskalation der Lage bald die ganze Bundesrepublik auf München schaut.

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