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Asylchaos

USA warnt vor Reisen nach Deutschland

Donnerstag, 17 September 2015 03:58 geschrieben von  Susanne Hagel

Washington - Die Vereinigten Staaten von Amerika haben eine Reisewarnung für Deutschland ausgesprochen: Aufgrund der wiedereingeführten Grenzkontrollen könne es zu Verzögerungen bei der Ein- und Ausreise kommen.

Die US-Botschaft in Berlin veröffentlichte eine Mitteilung, in der es heißt, dass zusätzliche Kontrollpunkte errichtet worden seien und es zu vorübergehenden Schließungen von Grenzübergängen kommen könne. Deshalb müsse mit Unterbrechungen der Reise in Grenznähe gerechnet werden. „Dies könnte Verzögerungen und Unannehmlichkeiten für Reisende mit sich bringen, die Deutschland per Bus, Auto oder Zug betreten oder verlassen wollen“, heißt es in der Mitteilung. Es werde deshalb empfohlen, die Verkehrsnachrichten aufmerksam zu verfolgen und gegebenenfalls alternative Routen oder Transportmittel zu nutzen.

Durch die seit Sonntag wiedereingeführten Grenzkontrollen kam der Verkehr auf den Autobahnen in Süddeutschland teilweise zum Erliegen. Wie Bundespolizeisprecher Matthias Knott erklärte, kam es auch im Zugverkehr zu erheblichen Verspätungen, weil etwa im bayerischen Grenzort Freilassing mehrere Hundert illegal Einreisende pro Zug diesen verlassen mussten, um registriert und auf die zuständigen Einrichtungen verbracht zu werden.

Besonders von Staus betroffen sei die A3, wo es zu teils zwanzig Kilometer langen Staus und somit mehreren Stunden Verspätung kam. Auch auf der Autobahn acht bei Bad Reichenhall kam es wiederholt zu Verzögerungen. Zusätzlich seien auch an kleineren Grenzübergängen immer wieder Polizisten vor Ort, die stichprobenartig Kontrollen durchführen. Dabei habe die Polizei bereits erste Erfolge verzeichnet und zahlreiche Schlepper und Hunderte illegale Ausländer festgenommen, so eine Sprecherin der Polizei.

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) erklärte, die Kontrollen werden voraussichtlich noch mehrere Wochen andauern. Es seien viele Menschen unterwegs, die keine wirklichen Flüchtlinge seien. „Da hat es sich in den letzten Tagen herumgesprochen, dass es erfolgreich ist, wenn jeder behauptet, Syrer zu sein.“

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärte, es sei nicht auszuschließen, dass es zu weiteren Einschränkungen im Zugverkehr kommt. „Man kann heute noch nicht sagen, dass es die letzte Maßnahme war, die man ergreifen musste.“

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