www.derfflinger.de

Freigegeben in Politik

Erhebungen von TNS Emnid

Wähler trauen der Bundesregierung wenig zu

Freitag, 10 Oktober 2014 16:12 geschrieben von  Torsten Müller
Wähler trauen der Bundesregierung wenig zu Quelle: tns-emnid.com

Berlin - Die Umfragewerte für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sind zwar noch immer vielversprechend, doch trauen die Bürger ihrer Regierung immer weniger zu. Die Große Koalition hat bald die ersten zwölf Monate hinter sich, eine knappe Mehrheit der Bürger ist zufrieden mit ihrer Arbeit.

Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid führte im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft eine Erhebung durch, in der sie die Zufriedenheit mit den unterschiedlichen Maßnahmen der Bundesregierung erfragte.

59 Prozent der Deutschen denken, dass die Bundesregierung keine zukunftsfähige Bildungspolitik mache. Auch sind 56 Prozent der Ansicht, dass die von der Bundesregierung verantwortete Rentenpolitik nicht geeignet sei, das Rentensystem nachhaltig zu gestalten. Unter-29-Jährige bewerten die Rentenpolitik der Bundesregierung noch deutlicher negativ. Aus dieser Altersgruppe sind 68 Prozent der Ansicht, dass die Rentenpolitik der Bundesregierung falsch sei.

84 Prozent der Befragten fordern, dass die Politik mehr für die jüngere Generation tun müsse. 82 Prozent fordern mehr Familienförderung ein.

Der Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Hubertus Pellengahr, sagte dazu: „Die Große Koalition vernachlässigt wichtige Zukunftsthemen wie die Bildungspolitik. Gleichzeitig verteilt sie mit dem Rentenpaket ungerecht von jung zu alt um. Die auffällig niedrigen Zustimmungsraten der jungen Generation bei der Rentenpolitik sind die Quittung dafür.“ Laut Pellengahr wären auch immer mehr Bürger mit der Steuerpolitik unzufrieden. Pellengahr dazu wörtlich: „Dieser Lohnklau muss endlich aufhören. Die Steuereinnahmen sind auch so noch hoch genug, um mehr für Bildung, Infrastruktur und die Vereinbarkeit von Familien und Beruf zu tun.“

Auch wenn die Politik der Bundesregierung noch mehrheitlich positiv bewertet wird, ist doch bemerkenswert, dass nur fünf Prozent volle Zufriedenheit aufweisen. Zehn Prozent sind sehr unzufrieden, 29 Prozent sind mehr unzufrieden als zufrieden. Vor dem Hintergrund, dass es sich um eine Große Koalition handelt, sollte es Merkel und ihren Ministern schon zu denken geben, dass es ihr dennoch nicht gelingt, eine große Mehrheit der Deutschen hinter sich zu bringen.

Auch die hohen Zustimmungswerte für Merkel selbst sind sicher weniger Ergebnis ihrer politischen Errungenschaften, sondern logische Konsequenz einer ausgedünnten Personaldecke.

Artikel bewerten
(3 Stimmen)