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Nur Taktik?

Wie der Mainstream-Journalismus nach den Vorfällen in Köln und Hamburg plötzlich nach "rechts" schwenkt

Samstag, 09 Januar 2016 19:34 geschrieben von  Albrecht Lose
Wie der Mainstream-Journalismus nach den Vorfällen in Köln und Hamburg plötzlich nach "rechts" schwenkt Wie der Mainstream-Journalismus nach den Vorfällen in Köln und Hamburg plötzlich nach "rechts" schwenkt

Magdeburg - Fast einheitlich überschlugen sich die Meldungen am Montag bezüglich der Vorfälle in Köln und Hamburg zur Silvesternacht. So berichteten nahezu alle Medien über Männer arabischer oder nordafrikanischer Herkunft, die wie eine wildgewordene Horde über Frauen herfielen, und sie sexuell begrabscht bzw. ausgeraubt haben, was großes Erstaunen hervorruft. Hat die sogenannte etablierte Presse bisher doch immer tunlichst vermieden, die ethnische Herkunft der Täter öffentlich zu benennen, wenn Straftaten von Personen mit Migrationshintergrund verübt worden sind. Bei mancher Berichterstattung hätte man gar denken können, daß sogenannte Rechte den Text vorgegeben haben.

Läßt man beispielsweise die Sat.1-Frühstücksfernsehsendung vom vergangenen Mittwoch Revue passieren, traut man seinen Ohren nicht, als der Kommentator Claus Strunz das Wort erhielt. Während er sich noch im letzten Jahr bei den Hetzern gegen Asylkritiker einreihte, findet er deutliche Worte gegen das asylromantische Gehabe. So wagte er es doch "politisch-inkorrekt" zu äußern, daß die Täter aus einem Kulturkreis kamen, wo die Frau einen ganz anderen Stellenwert besitzt. Als dann noch der Sat.1-Moderator ihm die Frage stellte, ob diese Angrabschversuche eine neue Taktik von Taschendieben seien, antwortete Strunz geradezu empört darüber und spricht in diesem Zusammenhang gar von einer linksverdrehten Sichtweise.

Oder das Nachrichtenmagazin FOCUS Online, welches sich in einem Artikel vom 5. Januar darüber eschauffierte, daß nicht öffentlich gesagt werden durfte, aus welchem Kulturkreis die Täter stammen. "Und dann das unvermeidliche Gutmenschentum, das sich darüber beschwert, dass überhaupt veröffentlicht wird, dass es Männer mit arabischem oder afrikanischem Aussehen waren. Denn das sei ja irrelevant, außerdem hetzerisch und rassistisch und spiele zudem 'nur den Dumpfbacken' in die Hände" heißt es bei dem Nachrichtenmagazin. Im Text wird sogar das bei Asylkritikern häufig gebräuchliche Vokabular, welches für Asylromantiker steht, verwendet, nämlich "Gutmensch".  

Bei solchen Kommentaren seitens einiger Mainstreamjournalisten könnte man jetzt fast meinen, daß sie endlich aus ihrer asylromantischen Traumlandschaft aufgewacht sind. Diese Annahme droht jedoch spätestens dann eine Fehleinschätzung zu werden, sobald sich der aufmerksame Bürger mit einigen Fakten genauer befaßt. Denn dann stellt er schnell fest, daß es sich in Wahrheit wahrscheinlich nur um Taktik des Mainstreamjournalismus handeln dürfte.

Warum sollte es nur Taktik sein? Nun, außer den sogenannten rechtsextremen und verschwörungstheoretischen Medien, wie Compact und Kopp Online, hielten es die Mainstreammedien zunächst nicht für nötig, über die Vorfälle von Köln und Hamburg zu berichten. Und das, obwohl sie rechtzeitig über Informationen diesbezüglich verfügten. Erst nach vier Tagen, als sie dem Druck der sozialen Netzwerke nicht mehr standhalten konnten, fingen sie an, darüber zu informieren. Man könnte also meinen, daß die Vorfälle zuerst durch unsere "Qualitaetsmedien" vertuscht werden sollten. Denn immerhin handelte es sich ja um Täter, die nicht ganz in das "Gutmenschenbild" passen.

Umso erstaunlicher ist, daß dann noch einige Medien, wie die oben genannten mit den Tätern ausländischer Herkunft relativ "hart" ins Gericht gegangen sind. Wahrscheinlich steckt auch hier Taktik dahinter. Denn die etablierten Medien sind sich durchaus bewußt, daß ihre Leserschaft rückläufig ist. Beispielsweise verlor Springers Bild und Spiegel erheblich an Auflagen. Immer mehr Menschen rezipieren eben ihre Informationen aus den alternativ-kritischen bzw. sogenannten rechtsextremen sowie verschwörungstheoretischen Medien, wie Compact und Kopp Online. Daher liegt die Vermutung nahe, daß sie nun versuchen, mit asylkritischen Kommentaren wieder eine breite Leserschaft an sich zu binden. Zudem soll damit dem Volk eventuell auch eine Meinungsvielfalt suggeriert werden. Denn vermehrt wird von Bürgern die Meinung vertreten, daß von den etablierten Medien hinsichtlich der Asylkrise eine Einheitsmeinung vermittelt wird.

Eine weitere Erklärung für das neuerliche Verhalten bei einigen Mainstream-Journalisten kann eventuell auch damit begründet werden, daß sie bereits erahnen, daß das Volk die Volksaustauschpolitik nicht mehr länger hinnehmen wird und es in naher Zukunft zu einer politischen Kehrtwende kommen könnte. Sollte es an dem sein, könnte durchaus behauptet werden, sie wollen nur ihre eigene Haut retten. Denn immerhin sind sie an der verfehlten Asylpolitik mit ihrer Berichterstattung nicht ganz unschuldig!

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