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Ausländerkriminalität

Zahl der Anzeigen wegen sexueller Übergriffe in Köln steigt rasant

Mittwoch, 06 Januar 2016 17:34 geschrieben von  Susanne Hagel
Zahl der Anzeigen wegen sexueller Übergriffe in Köln steigt rasant Zahl der Anzeigen wegen sexueller Übergriffe in Köln steigt rasant

Köln - Es klingt ungeheuerlich, was sich in der Silvesternacht rings um den Kölner Bahnhof abgespielt haben soll: Eine Gruppe von bis zu tausend Ausländern arabischen und nordafrikanischen Aussehens soll reisende und feiernde Frauen massenhaft sexuell belästigt und sich an ihnen vergangen haben.

Die Gruppe auf dem Bahnhofsvorplatz sei „völlig unkontrolliert“ gewesen, so der Leitende Polizeidirektor Michael Temme. Immer wieder seien mitten aus der Menge Feuerwerkskörper abgefeuert worden. Die Masse der etwa eintausend Ausländer sei stark alkoholisiert gewesen – aggressiv und völlig unbeeindruckt von den anwesenden Polizisten.

Auf der Pressekonferenz am Montag versuchte Polizeipräsident Wolfgang Albers in Worte zu fassen, was kaum zu beschreiben ist. Es sei zu „Sexualdelikten in sehr massiver Form“ gekommen, womit das systematische Umzingeln, Bedrängen und Missbrauchen von Frauen mitten in der Menge gemeint ist. Zeuginnen berichteten, dass ihnen unter obszönen Ausrufen unter das Kleid ans Gesäß oder in den Schritt gefasst wurde, anderen sei die Strumpfhose und der Slip buchstäblich vom Leib gerissen worden. Selbst eine Zivilpolizistin berichtete, dass ihr von einem der Männer in die Hose gegriffen worden war. Anschließend seien die Frauen ausgeraubt worden. Albers bezifferte die Anzahl der Vorfälle auf mittlerweile achtzig Anzeigen - sechzig davon wegen sexueller Belästigung. Mindestens eine Vergewaltigung sei darunter. „Wir gehen von weiteren Taten aus, die uns noch nicht angezeigt wurden“, erklärte Albers.

Es seien „Straftaten einer völlig neuen Dimension“, so Albers. „Es ist ein unerträglicher Zustand, dass mitten in der Stadt solche Straftaten begangen werden.“ Die Polizei vor Ort habe von den Vorfällen kaum Notiz genommen, das eigentliche Ausmaß war erst im Nachhinein durch die Anzeigen publik geworden. Temmes zufolge seien „alle Einsatzkräfte, die wir zur Verfügung hatten“, auf dem Bahnhofsvorplatz gewesen. Auch der Präsident der Bundespolizeistation Sankt Augustin, Wolfgang Wurm, erklärte, man habe „erst durch die Anzeigen davon erfahren“.

Die Täter seien von den Betroffenen übereinstimmend als Männer im Alter zwischen fünfzehn und 35 Jahren, die „dem Aussehen nach aus dem arabischen oder nordafrikanischen Raum“ stammen, beschrieben worden. Es kursiert der Verdacht, es handele sich um eine große Gruppe von Asylbewerbern, die bereits seit Längerem durch kriminelle Taten, wie Diebstahl und Drogenverkäufe, aufgefallen ist.

Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Arnold Plickert, zeigte sich schockiert: „Das ist eine völlig neue Dimension der Gewalt. So etwas kennen wir bisher nicht. Ein Täter hat einer Zivilpolizistin in die Hose gefasst.“ Die Täter seien stark alkoholisiert und „völlig enthemmt gewaltvoll“ aufgetreten. Alle am Einsatz beteiligten Beamten seien tief betroffen.

Auch die Oberbürgermeisterin Kölns, Henriette Reker (parteilos), betitelte die Vorfälle als „ungeheuerlich“. Sie kündigte ein Krisentreffen für Dienstag an, zu dem der leitende Polizeidirektor, ein Vertreter der Bundespolizei, der Kölner Stadtdirektor Guido Kahlen und der Leiter des städtischen Ordnungsamts geladen seien. Ziel sei, Maßnahmen zu vereinbaren, die „insbesondere Frauen vor solchen Übergriffen schützen“. Auch die Videoüberwachung am Bahnhof müsse überdacht werden. „Wir können nicht tolerieren, dass hier ein rechtsfreier Raum entsteht“, so Reker.

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