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Helfer ist abgetaucht

Berlin: Frank Henkel (CDU) kritisiert Urheber der Lüge vom toten Asylbewerber

Freitag, 29 Januar 2016 20:32 geschrieben von  Torsten Müller und Patricia Koperski
Frank Henkel - Senator für Inneres und Sport Frank Henkel - Senator für Inneres und Sport Quelle: cdu-fraktion.berlin.de

Berlin - Seit Monaten sorgen die Zustände vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGESO) für Empörung. Tausende herumlungernde Zuwanderer, Lärm, Schmutz und Müll. Sozialsenator Mario Czaja (CDU) ist wegen der katastrophalen Zustände vor Ort seit Monaten in der Kritik. Die Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus fordert beharrlich seinen Rücktritt, selbst der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hält sich mit Kritik an seinem Sozialsenator nicht zurück.

Müller selbst hat die prekären Zustände am LAGESO über Monate ignoriert und keinerlei Maßnahmen auf den Weg gebracht, mit dem die besonders alarmierende Situation in Berlin gelöst werden kann. Er hat sich ausschließlich auf wegweisende Maßnahmen seitens der Bundesregierung verlassen, die, wie man heute weiß, auch nicht umgesetzt wurden.

Nun hat ein Flüchtlingshelfer vor Ort behauptet, ein Asylbewerber sei vor dem LAGESO gestorben, weil er zu lange warten musste und keine medizinische Versorgung erhielt. Die Berliner Behörden suchten fieberhaft, aber vergeblich nach dem Mann, der angeblich herzkrank gewesen sein soll. Nun haben die Behörden festgestellt, dass dieser Mann nie existierte und es keinen toten Asylbewerber vor dem LAGESO gab. Eine Sprecherin der Polizei sagte bereits am Mittwochabend: „Es gibt derzeit keine Anhaltspunkte, dass an dem Sachverhalt, den er veröffentlicht hat, etwas dran ist.“

Der Helfer hatte den Toten erfunden, vermutlich um Aufmerksamkeit zu erhalten und auf die Zustände vor Ort hinzuweisen. Die Polizei sagte nun, dass der Helfer mit seiner Lüge die „ganze Republik verrückt gemacht“ habe. Mittlerweile ist die Person abgetaucht.

Innensenator Frank Henkel (CDU) forderte nun, zu überprüfen, ob die Verbreitung der Lüge strafrechtlich relevant sei. Henkel dazu weiter: „Das ist eine der miesesten und perfidesten Aktionen, die ich jemals erlebt habe. Geschadet wurde auch den vielen Ehrenamtlichen, die in unserer Stadt jeden Tag wichtige Arbeit leisten.“

Flüchtlingsbündnisse haben die Lüge dennoch sofort als Wahrheit betrachtet und damit den sofortigen Rücktritt von Sozialsenator Czaja gefordert. Diese Episode zeigt erneut deutlich auf, wie linke Bündnisse selbst davor nicht zurückschrecken, (nicht existente) tote Flüchtlinge für ihre Sache zu instrumentalisieren.

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