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New York - Laut dem Manager-Magazin bestätigte ein Sprecher von Goldman Sachs dänische Medienberichte, wonach die lobbyismuspolitisch erfahrene amerikanische Investmentbank den aus dem Amt scheidenden und als Scharfmacher im Osteuropakonflikt auffälligen NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen als künftigen Berater angeworben hat. Damon Wilson, ehemaliger Botschafter des Weißen Hauses ließ durchblicken, daß der 2009 nicht unumstrittene Amtsantritt Rasmussens am seinerzeitigen Einfluß der USA lag. Die amerikanische Beihilfe für das Amt des NATO-Generalsekretärs erhielt der betont neoliberale Rasmussen für seine Unterstützung der USA im Irak-Krieg in seiner Zeit als dänischer Ministerpräsident. Dänemark stationierte zwischen 2004 und 2007 Soldaten im Irak. Auf dem Nato-Gipfel im Walisischen Newport wird als Abschlußgeschenk noch Rasmussens Forderung nach einer schnellen Eingreiftruppe beschlossen werden, die kurzfristig an die vermeintlichen globalen Gefahrenherde verlegt werden kann. Der künftige Goldman Sachs-Mann negierte während seiner Amtszeit mit wenig diplomatischem Fingerspitzengefühl russische Sicherheitsbedürfnisse, indem er vehement die Erweiterung der Nato Richtung Osteuropa betrieb. In der jüngsten Zeit gelangte er mit seiner Forderung nach einer Anhebung der Rüstungsausgaben der NATO-Mitgliedsstaaten in die öffentliche Wahrnehmung.

Kopenhagen - Die NATO marschiert unverdrossen in Richtung Kalter Krieg. Erst kürzlich kündigte der Generalsekretär des westlichen Bündnisses, Anders Fogh Rasmussen, eine härtere Gangart gegenüber Moskau an. Jetzt ist die NATO offenbar entschlossen, dauerhaft Truppen entlang der russischen Grenzen zu stationieren. Nach Informationen der britischen Zeitung „The Sunday Times“ werden entsprechende Pläne in der kommenden Woche Them beim Verteidigungsministertreffen der Allianz sein. Im NATO-Hauptquartier erklärt man schon jetzt, die mit Moskau unterzeichnete „Grundakte über Zusammenarbeit“ habe ihre Kraft eingebüßt.