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Straubing - Viele Anleger mögen sich trotz enttäuschender Entwicklungen am Edelmetallmarkt angesichts der erfahrungsgemäß für diesen günstigen Rahmenbedingungen und dem Überhitzen manch anderer Anlageklassen die Frage stellen, ob und ggf. ab wann Gold eine Investitionsempfehlung darstellt. Börsenfachwirt Richard Mayr, der auch Mitglied der Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands und Geschäftsführer des Edelmetallhandelshauses Argentuminvest GmbH ist, stimmte in einem Gespräch mit nawito.de zu, daß sich Gold seit mehr als einem Jahr entgegen den umfeldbedingten Einschätzungen in einem Seitwärtstrendkanal befindet, führt dies jedoch hauptsächlich auf eine gezielte Manipulation einiger großer Geschäftsbanken zurück, die mit ungedeckten Vorwärtsverkäufen über den Terminmarkt in einer Größenordnung oberhalb der Goldjahresproduktion in Papierform virtuell den Markt fütterten, ohne dieses Gold in physischer Form jemals besessen zu haben. Allerdings ist für antizyklisch agierende Investoren mit Blick auf die Kursentwicklung ein interessantes Faktum, daß bei den meisten Minengesellschaften bei 1200,- $ die Grenze der realen Produktionskosten für die Feinunze Gold in etwa erreicht sind.