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München - Künstler geboren aus Unzufriedenheit und Lust. Aus diesen Polen floß die Spannung, die Remo Leghissa vom Forstwirtschaftsstudium zur Kunst leitete. Und wer den heutigen Künstler Remo Leghissa kennt, kann sich dieses fleischgewordene Perpetuum Mobile der Kreativität trotz der unübersehbaren Naturverbundenheit auch nicht als Forstwirtschaftsbeamten vorstellen. Doch war es nicht die Berufsperspektive allein, die den Sohn eines Italieners und einer deutschen Mutter empfänglich für den Kuß der Muse machte, sondern eben auch die Lust auf die Schaffung in ihm selbst verborgener Formen, wie er sagt. Insofern ist die Kunst Leghissas in einer sehr persönlichen Form extrovertiert, worin vielleicht auch der nicht zu leugnende spezielle Wiedererkennungswert seiner Werke liegt. Seine Kunst tritt dem Betrachter oftmals nicht eindeutig als gegenständlich oder abstrakt gegenüber und erscheint zwitterhaft als Wanderer zwischen Abstraktion und figürlichen Welten. Jedoch war für den 100%-igen Kunstautodidakten für beide Stile nicht die Moderne inspirierend. Die zur Geburt drängenden in ihm schlummernden Formen fand Remo Leghissa vorwiegend im Altertum, wobei auf ihn mehr noch als das griechisch-römische Form- und Ästhetikverständnis die Abstraktion der Kelten faszinierend wirkten.

München - Als vergangenen Donnerstag bei Sotheby's in Paris die Auktion zum Gemälde "Büßerin Maria Magdalena" von Artemisia Gentileschi anstand, war alles gespannt wie hoch der Preis für das beste Gebot sein wird. Die Taxe hatte zuvor das Meisterwerk mit sehr vorsichtigen 300.000 Euro bewertet. Doch es war klar, dass die Bieterpreise weit darüber hinaus reichen würden.