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Bozen - In der aktuellen Sitzungswoche im Südtiroler Landtag stellt die Bewegung Süd-Tiroler Freiheit mit einem eigenen Antrag das Thema Zuwanderung ins Zentrum ihrer Parlamentsarbeit. Aufgrund der anschwellenden Flüchtlingsproblematik und den Erfahrungen der Zuwanderung der letzten Jahre zeigt sich, daß dadurch sogar die Zukunft der Autonomie starke Beeinträchtigung erfahren kann. Aus diesem Grunde stellt die Süd-Tiroler Freiheit einen Antrag, der die Landesregierung auffordert mit Rom dahingehend in Verhandlungen zu treten, daß die Zuständigkeit über die Zuwanderung in den Kompetenzbereich des Landes Südtirol übergeht. Die Freiheitsbewegung stellt fest, daß sich ein großer Teil der Zuwanderer in die italienische Sprachgruppe integriere, weshalb sich Süd-Tirol im Interesse seiner Identitätswahrung und Selbstbestimmungsfähigkeit intensiv damit auseinanderzusetzen habe, wie man mit der Zuwanderung umgehe, damit es zu keiner Verschiebung der Sprachgruppen zu Ungunsten der Süd-Tiroler komme. Hierfür benötige man allerdings die entsprechenden gesetzgeberischen Möglichkeiten.

Triest - Die Süd-Tiroler Freiheit entsandte eine Delegation nach Triest, um dort mit Vertretern der Bewegung Freies Triest-Österreich und Movimento Trieste Libera Gespräche mit Bezug auf das Selbstbestimmungsrecht, den internationalen Freihafen von Triest und internationale Verträge zu führen. Man war bestrebt, vor dem kulturgeschichtlichen Hintergrund Jahrhunderte andauernder gemeinsamer freundschaftlicher Beziehungen mit dem Haus Österreich die Bande zu erneuern und  geschichtliche Anknüpfungspunkte in die Zukunft fortzuschreiben. Sowohl Süd-Tirol als auch Triest streben danach, in Freiheit ihre kulturelle Identität zu wahren und durch eine verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit zu fördern. Einen Schwerpunkt der Gespräche bildeten Fragen um die doppelte Staatsbürgerschaft sowie die Nutzungsrechte des Freien Hafens von Triest. Die Movimento Trieste Libera fordert mit Verweis auf den Vertrag von Paris vom 10.02.1947 neben der im Zusammenhang mit dem Freihafen stehenden Verwirklichung der wirtschaftlichen und handelsrechtlichen Vorzüge für die Vertragsnation Österreich zudem die volle Anerkennung des Freien Territoriums Triest als souveräner Staat.