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Brüssel - Die EU-Kommission droht, die Haushaltspläne Frankreichs und Italiens wegen Verstößen gegen den Stabilitätspakt zurückzuweisen. Nachdem anderen Staaten ein rigider Sparkurs auferlegt wurde, dürfe die Kommission jetzt nicht nachgeben, so die Meinung verschiedener Kommentatoren am Dienstag. Sie warnen Paris und Rom vor den Folgen eines Bruchs internationaler Verpflichtungen.

Helsinki - Finnland war einmal Europas Musterland. Als nach wie vor Klassenbester bei der PISA-Studie schlug es noch vor zwei Jahren alle anderen europäischen Volkswirtschaften in puncto Wettbewerbsfähigkeit.

Doch heute scheint es, als würde sich das Land im hohen Norden vom Vorbild zum Sorgenkind wandeln. Die Haushaltslage könnte gar „italienische Züge“ annehmen, berichtete jüngst die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Mittwoch, 13 August 2014 17:25

Deutsche Wirtschaft schrumpft

München - Die deutsche Wirtschaft sank im August so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr. Laut dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung sank der Konjunkturindikator im Vergleich zum Vormonat um 18,5 Punkte auf 8,6 Punkte. Die Stimmung in der Wirtschaft habe sich spürbar eingetrübt: Bestellungen, Produktion und Umsätze in der Industrie haben sich abgeschwächt, verkündet auch das Bundeswirtschaftsministerium. Zwar sei die positive konjunkturelle Grundtendenz der deutschen Wirtschaft nach wie vor intakt, aber die Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld hätten sich fraglos erhöht. Am Donnerstag wolle das Statistische Bundesamt eine erste Vorausschätzung veröffentlichen. Experten erwarten einen BIP-Rückgang um 0,1 Prozent. Der Absturz überrasche selbst viele Ökonomen.

Brüssel - Die EU hat sich seit ihren Anfängen einer grenzenlosen Freiheit für Personen, Geld und Dienstleistungen verschrieben. Binnenmarkt und Freizügigkeit haben in Brüssel quasi-religiösen Status. Das Versprechen an die europäischen Bürger lautet: allen geht es dadurch besser. Kritiker wenden seit langem ein, Profiteure der großen EU-Freiheit seien letztlich nur die Unternehmen, während Otto Normalverbraucher in die Röhre schaut. Es lohnt sich, nachzufragen.