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Luxemburg - COOINX S.A. erscheint auf den ersten Blick als eine unabhängige Unternehmung. Doch irgendwie spricht gegen diese Unabhängigkeit schon die Personalie Michael Scheibe und das Produkt wee. Der langjährige Partner des Bad Tölzer Multiunternehmers Cengiz Ehliz will schon seit Jahren global den Support für den Einzelhandel neu erfinden. Produktnamen wie FlexKom, FlexCom, wee der weeCONOMY AG, die zuvor als Bambu AG firmierte und jetzt die eigenen Aktien als SWISS FINTEC Invest AG begibt (DERFFLINGER berichtete: https://www.derfflinger.de/wirtschaft/alles-cooinx-aus-bambu-ag-wurde-die-weeconomy-ag-wurde-die-swiss-fintec-invest-ag.html) wechseln, das Begeistern und Gewinnen von Interessenten zieht aber immer ähnliche Kreise.

Dienstag, 12 Januar 2016 03:40

Schwarzbuch Börse 2015

München – Über die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) erschien als Bestandteil der Sonderausgabe „AnlegerLand 2016“ das „Schwarzbuch Börse 2015“, das sich neben zahlreichen Einzelfällen insbesondere mit kuriosen Fällen im Zusammenhang mit Mittelstandsanleihen, Versorgeraktien im staatlichen Stresstest, einem zur Farce werdenden Gläubigerschutz mit Blick auf die Hypo Alpe Adria und der durch Griechenland und China beeinträchtigten Börsenstimmung befasst. Besagtes Schwarzbuch führt den „Börsianern“ noch einmal nachdrücklich vor Augen, wie Gesetzgeber, Großaktionäre und Management teilweise in kongenialer Verbundenheit zu Lasten des Privatanlegers agieren. Die SdK sieht sich in der Pflicht, im makroökonomischen Umfeld einer weltweiten Notenbank-Geldschwemme, Zinsen auf niedrigstem Niveau und einer unsicheren chinesischen Volkswirtschaft die Rechte von Anlegern wahrzunehmen und auf negative Trends am Kapitalmarkt hinzuweisen.

Frankfurt am Main - Der Oktober ist unter Anlegern gefürchtet: Die wohl zwei schlimmsten Kursstürze in der Geschichte der Aktienmärkte fallen auf diesen Monat. Da ist zum einen der Börsenkrach an der Wall Street zu nennen, der im Oktober 1929 die Weltwirtschaftskrise einläutete, und der berühmte „Schwarze Montag“ vom 19. Oktober 1987, an dem der US-Leitindex an einem einzigen Tag 22,6 Prozent verlor, was bis heute den größten prozentualen Tagesverlust in der Geschichte dieses Börsenbarometers darstellt. Beide Crashs verliefen sehr unterschiedlich: Die Kursverluste in der letzten Oktoberwoche des Jahres 1929 zogen sich über mehrere Tage hin, es gab einen „Schwarzen Mittwoch“ am 23. Oktober 1929, der die Talfahrt einläutete, auf diesen folgte ein „Schwarzer Donnerstag“ und ein „Schwarzer Montag“ (mit dem höchsten Tagesverlust in dieser Serie von fast 13 Prozent), bis am „Tragic Tuesday“, dem 29. Januar 1929, dann nochmals ein finaler Abverkauf mit einem weiteren Tagesverlust von fast 12 Prozent folgte. Der 1987er-Börsenkrach hingegen war ein Ein-Tages-Ereignis ohne größere Auswirkungen auf die Realwirtschaft, und schon 15 Monate nach dem „Schwarzen Montag“ hatte der Dow Jones sein Ausgangsniveau, von dem aus er zu fallen begonnen hatte, wieder erreicht.