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Wien – Bezüglich der seit nunmehr mehreren Jahren permanent im Krisenmodus befindlichen EU kamen des öfteren Debatten hinsichtlich ihres sukzessiven Auseinanderbrechens beispielsweise vermittels des viel zitierten sogenannten Grexit oder analog dazu eines Brexit als Folge des anstehenden Referendums in Großbritannien auf. Diese Diskussion bereicherte jetzt der FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky, der Bezug nehmend auf den jüngsten EU-Gipfel zu den Verhandlungen um die Forderungen des britischen Premiers David Cameron, selbiges Recht - sowohl der Verhandlung über österreichische Interessenwahrung, als auch hinsichtlich eines Referendums – für die Republik Österreich beanspruchte. Aufgrund des politischen Aufwinds der Freiheitlichen, der eine absehbare Regierungsverantwortung als keineswegs ausgeschlossen erscheinen lässt, sollte man den „Öxit“ nicht als lediglichen PR-Gag abkanzeln. Die von den Briten aufgeworfenen Anliegen betreffen zuweilen die Mitgliedsstaaten auf dem Kontinent noch weit mehr als die Insel, weshalb die Reformfähigkeit der Europäischen Union an sich schneller auf die Tagesordnung drängen kann, als es der EU-Kommission lieb ist.

Dresden - Im sächsischen Elbflorenz tagt inklusive des illustren Kreises von G 7 und Eurogruppe noch bis Sonntag die vormals als Troika bekannte Runde von Griechenlandgläubigern, konkret IWF, EZB und EU-Kommission, die nun als „Institutionen“ bezeichnet werden, um die weitere Kreditwürdigkeit Griechenlands - ungeachtet, ob es eine solche jemals besessen hat - zu beraten. Für Griechenland steht für den kommenden Monat Juni eine Kreditrückzahlung von 1,55 Mrd. € an den IWF an, 300 Mio. € davon werden bis zum 05.06. fällig, wobei fraglich ist, wie Athen dies stemmen will. Ebenso ist die Auszahlung noch möglicher Kredite in Höhe von  7,2 Mrd. € von einer einvernehmlichen Einigung aller drei Institutionen mit der griechischen Regierung bezüglich deren Reformpolitik abhängig. Am heutigen Freitag schließen die G 7-Vertreter ihren Teil der Beratungen ab, worüber Bundesfinanzminister Schäuble und Bundesbankpräsident Weidmann Bilanz ziehen werden. Zeitgleich befindet sich der wiedergewählte britische Premier David Cameron bei Kanzlerin Merkel in Berlin und ist bemüht, diese für seine EU-Reformpläne zu gewinnen, um einen Austritt seines Landes aus der EU im Zuge eines anstehenden Referendums abzuwenden.