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Frankfurt am Main - IWF und Weltbank haben nicht nur Freunde im „global village“, sondern werden aufgrund ihrer Einflußnahme in nationalstaatliche Belange, respektive der oftmals geopolitisch ausgerichteten Dominanz der USA innerhalb dieser Institutionen ebenso oft kritisch beäugt. Insbesondere im Zuge einer sich machtpolitisch multipolarer entwickelnden Welt und dem Wiederaufflammen des sogenannten „Kalten Krieges“ traten gewisse Diskrepanzen wieder offenkundiger zu Tage. Nicht zuletzt sind es die Schwellenländer, die sich lediglich als wirtschaftliche Kennziffer der Industrienationen im Sinne von „emerging markets“ empfanden, jedoch nicht in ihren eigenen traditionell soziokulturellen Interessen ernst genommen fühlen. Schlußendlich führte die in gewissen Erdteilen zunehmende Kritik an der Kreditvergabepolitik des IWF seitens der BRICS-Staaten, die da sind Brasilien, Rußland, Indien, China und Südafrika, zur Gründung einer alternativen Entwicklungsbank,  - der New Development Bank. Symbolisch bedeutsam war die Errichtung der Bank am 70. Jahrestag des Bretton-Woods-Abkommens, dem Grundstein von Internationalem Währungsfonds und Weltbank verkündet worden.

Berlin - Im Gefolge des nach wie vor ungeklärten Absturzes eines malaysischen Passagiermaschine über der umkämpften Ostukraine ist auch von weiteren Sanktionen gegen Rußland die Rede. Zur Diskussion stehen demnach erstmals ein Waffenembargo und Kampfmaßnahmen auf dem Finanzsektor. Es sei möglich, Rußland mit Finanzsanktionen „die Luft abzuschneiden", lassen Finanzexperten verlauten. Darüber hinaus werden spürbare Eingriffe in die außenwirtschaftlichen Aktivitäten deutscher Unternehmen verlangt.