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Frankfurt am Main - Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat die permanenten Ela-Kredite der EZB für angeschlagene griechische Banken scharf kritisiert und vor einer indirekten monetären Staatsfinanzierung Griechenlands durch die Euro-Notenbanken gewarnt. „Allen Parteien in den gegenwärtigen Verhandlungen sollte klar sein, dass das Eurosystem keine Brückenfinanzierung für Griechenland bereitstellen darf, auch nicht in Vorwegnahme späterer Auszahlungen von Hilfsgeldern“, so der Bundesbank-Chef.

Nikosia – Ab kommenden Montag wird die Europäische Zentralbank (EZB) der wichtigste Akteur am Anleihemarkt. Dann nämlich will die Notenbank ihr über eine Billion Euro schweres Kaufprogramm starten, wie EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag nach der Ratssitzung in Nikosia auf Zypern ankündigte. Der frühere Goldman-Sachs-Manager will eine Geldflut nach dem Vorbild der US-Notenbank Fed lostreten, die der Konjunktur der Euro-Zone auf die Sprünge helfen und erklärtermaßen für mehr Inflation sorgen soll. Die Leitzinsen ließ die EZB bei ihrer Zypern-Sitzung auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent.

Freitag, 13 Februar 2015 22:01

Thilo Sarrazin zum 70. Geburtstag

in Politik

Berlin - Am Donnerstag feierte der frühere Berliner Finanzsenator und Bundesbanker Thilo Sarrazin seinen 70. Geburtstag. Weit über die Grenzen der Hauptstadt hinaus bekannt wurde der promovierte Volkswirt zunächst, als mit dazu beitrug, den überschuldeten Haushalt Berlins zu konsolidieren. Als Autor des in der Bundesrepublik bislang meistverkauften Bestsellers „Deutschland schafft sich ab“ stieg Sarrazin, der seit 1973 der SPD angehört, vor fünf Jahren schließlich zum Medienstar auf.

Montag, 22 Dezember 2014 16:14

Deutsches Gold wird zurückgeholt

Frankfurt am Main - Viele Deutsche haben darauf gewartet: das deutsche Gold, das seit Jahrzehnten im Ausland lagert, soll nach Deutschland zurückkehren. Viele Deutsche sind skeptisch, ob das deutsche Gold im Ausland denn sicher sei und für den Krisenfall auch greifbar wäre.

Frankfurt am Main - Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, hat sich erneut gegen den von der Europäischen Zentralbank (EZB) geplanten massenhaften Ankauf von Staatsanleihen („Quantitative Easing“) ausgesprochen. Es bestehe „keine Notwendigkeit, die geldpolitischen Stimuli auszuweiten“, so Weidmann am Montag bei einem Auftritt vor dem Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten. Eine Deflation drohe erst, wenn es zu einer erwartungsgetriebenen Abwärtsspirale aus negativen Inflationsraten, rückgängigem Wirtschaftswachstum und Lohnsenkungen komme.