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Berlin - Die Debatte darum ist nicht neu: eingeführt wurde die Erbschafsteuer bereits im Deutschen Reich des Jahres 1906 und war zuvor bereits in einigen Bundesstaaten bekannt. Auch in der Geschichte der Bundesrepublik ist sie immer wieder Thema, zumeist aufgrund höchstverfassungsrichterlicher Anweisung, wie auch gegenwärtig, nachdem das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe die bisherigen Verschonungsregeln für Betriebe kippte und bis Mitte 2016 Nachbesserung auftrug. Mit der Debatte um die Erbschaftssteuer geht stets eine ideologische Diskussion um Fragen nach der unternehmerischen Freiheit sowie der Eigentumsverpflichtung und der soziale Gerechtigkeit einher. Zugute kommt die Erbschafsteuer den Ländern, die ohne Frage ausreichend Verwendungszweck vorweisen können, wobei Deutschland mit einem Anteil von lediglich 0,7 bis 1% am Steueraufkommen – dies entspricht etwa vier bis fünf Milliarden Euro – unterhalb vergleichbarer Industrienationen liegt.