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Berlin – Vom Bürokratieabbau ist zwar häufig die Rede, nicht allein seitens der Wirtschaft, sondern ebenso in der Politik, doch eine allgemeine Zufriedenheit stellte sich bislang noch nicht ein. Die Kontrollanforderungen, beklagt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), nähmen immer weiter zu, insbesondere auf dem Arbeitsmarkt. In seinem „Bürokratie-Radar“ analysiert dieser das administrative Umfeld und unterbreitet Vorschläge, wie aus Verbandssicht unangemessene Dokumentationspflichten eingedämmt und Freiräume für Innovation und Wachstum geschaffen werden könnten. In seiner neu überarbeiteten Fassung wird kritisiert, dass in den vergangenen Jahren von insgesamt 76 Vorschlägen nur 17 umgesetzt wurden. Acht Ansatzpunkte macht der DIHK aus, die aufgrund ihrer Dringlichkeit noch in dieser Legislaturperiode in Angriff genommen werden sollten. Die Wirkungen des Bürokratieentlastungsgesetzes vom Juli 2015 seien "leider kaum spürbar" gewesen, bedauert die Spitzenorganisation der deutschen Industrie- und Handelskammern, weshalb ein zweites Bürokratieentlastungsgesetz auf den Weg gebracht werden sollte.