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Magdeburg - Die Italienerin und Kunstexpertin Mina Gregori behauptet, das Original des seit vierhundert Jahren verschollenen Kunstwerks "Maria Magdalena in Ekstase" des Barockmalers Michelangelo Merisi da Caravaggio in einer privaten europäischen Sammlung entdeckt zu haben.

Zürich - Am kommen Freitag, den 19.09. kommt es im bekannten Züricher Auktionshaus Koller zu einer Versteigerung Alter und Neuer Meister, die Werke mit Taxierungen bis zu einer halben Million Franken vorzuweisen hat. Die dargebotenen Bilder reichen vom Cinquecento bis ins 19. Jahrhundert. Unter die ältesten Gemälde reiht sich  eine datierte Temperamalerei aus der späteren Schaffensphase des Florentiners Mariotto di Nardo, datiert um etwa 1416/17 ein. Das eine für diese Zeit der Spätgotik in Florenz nicht untypische verspielte gotische Linearität aufweisende Gemälde wird zwischen 120.000 bis 180.000 Franken taxiert. Von den ältesten zu den teuersten Stücken gelangt man in eine Glanzzeit der niederländischen Malerei im 16. und 17. Jahrhundert. Mit 300.000 bis 400.000 SFR ist das um 1594 von Jan Brueghels d. Ä. geschaffene kleine Kabinett-Gemälde „Ruhe auf der Flucht“ angesetzt. Diese Öl auf Kupfer-Schöpfung des Malers weist charakteristische Merkmale seines Frühwerks auf und besticht durch überaus feinteiligen Pinselstrich. Der niederländische Meister ist mit noch zwei Kupfer- und einer Holztafel vertreten. Mit einer Taxe von bis zu 500.000 SFR für die Evangelisten Markus und Lukas mit ihren Attributen Löwe und Ochse werden in Matthias Stomer die höchsten Erwartungen gesetzt. Der von Caravaggio inspirierte nach Italien ausgewanderte Niederländer brachte in diesem Gemälde dessen dramatische Hell-Dunkel-Führung von Licht und Schatten, das sog. Chiaorscuro, gut nachvollziehbar zur Anwendung. Cornelis de Heems und Jan Mortels repräsentieren die niederländische Stillebenmalerei.

München - Als vergangenen Donnerstag bei Sotheby's in Paris die Auktion zum Gemälde "Büßerin Maria Magdalena" von Artemisia Gentileschi anstand, war alles gespannt wie hoch der Preis für das beste Gebot sein wird. Die Taxe hatte zuvor das Meisterwerk mit sehr vorsichtigen 300.000 Euro bewertet. Doch es war klar, dass die Bieterpreise weit darüber hinaus reichen würden.