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Montag, 12 Januar 2015 16:37

Brandanschlag auf Hamburger Morgenpost

Hamburg - In der Nacht zu Sonntag wurde ein Brandanschlag auf die Hamburger Morgenpost (Mopo) verübt. Die Zeitung hatte als Reaktion auf das Massaker in der Pariser Redaktion "Charlie Hebdo" deren islamkritische Mohammedkarikaturen gedruckt.

München - Nach den Attentaten von Paris haben sich Vertreter führender muslimischer Verbände in Deutschland von dem islamistischen Terror distanziert. Nach Auffassung des Münchner Forums für Islam war der Anschlag die „schwerste Form der Gotteslästerung“. Der Prophet Mohammed würde „solche barbarischen Akte (…) schärfstens verurteilen“, so der Penzberger Imam Benjamin Idriz. Meinungsfreiheit sei ebenso zu schützen wie Religionsfreiheit. Die Täter „gehören nicht zu Europa und sie gehören nicht zum Islam“, unterstrich Idriz.

Paris - Der Generalsekretär der libanesischen Hizbollah, Scheich Hassan Nasrallah, hat in einer Videobotschaft den Überfall auf die Redaktion der Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ schärfstens verurteilt. Die gewalttätigen Aktionen von einigen muslimischen Militanten hätten dem Islam mehr Schaden zugefügt als die Menschen, die sie angegriffen haben. Die Täter hätten den Propheten Mohammed wesentlich stärker verächtlich gemacht als die Journalisten, die Karikaturen veröffentlicht hätten, um den Islam zu verspotten, so der schiitische Führer in Beirut.