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Frankfurt am Main - Der Oktober ist unter Anlegern gefürchtet: Die wohl zwei schlimmsten Kursstürze in der Geschichte der Aktienmärkte fallen auf diesen Monat. Da ist zum einen der Börsenkrach an der Wall Street zu nennen, der im Oktober 1929 die Weltwirtschaftskrise einläutete, und der berühmte „Schwarze Montag“ vom 19. Oktober 1987, an dem der US-Leitindex an einem einzigen Tag 22,6 Prozent verlor, was bis heute den größten prozentualen Tagesverlust in der Geschichte dieses Börsenbarometers darstellt. Beide Crashs verliefen sehr unterschiedlich: Die Kursverluste in der letzten Oktoberwoche des Jahres 1929 zogen sich über mehrere Tage hin, es gab einen „Schwarzen Mittwoch“ am 23. Oktober 1929, der die Talfahrt einläutete, auf diesen folgte ein „Schwarzer Donnerstag“ und ein „Schwarzer Montag“ (mit dem höchsten Tagesverlust in dieser Serie von fast 13 Prozent), bis am „Tragic Tuesday“, dem 29. Januar 1929, dann nochmals ein finaler Abverkauf mit einem weiteren Tagesverlust von fast 12 Prozent folgte. Der 1987er-Börsenkrach hingegen war ein Ein-Tages-Ereignis ohne größere Auswirkungen auf die Realwirtschaft, und schon 15 Monate nach dem „Schwarzen Montag“ hatte der Dow Jones sein Ausgangsniveau, von dem aus er zu fallen begonnen hatte, wieder erreicht.

Magdeburg - Der Volkswirt Hanno Beck hat gegenüber der „Wirtschaftswoche“ in einem Interview bekräftigt, dass er die aktuelle Politik des billigen Geldes für falsch halte. Sie könne fatale Folgen haben. Schon jetzt seien in vielen Bereichen Preisblasen entstanden.