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Oxford – Kurz vor dem Wirtschaftsforum in Davos legt die Entwicklungsorganisation Oxfam einen schockierenden Bericht vor, demzufolge die Wohlstandverteilung extreme Ungleichgewichte aufweist, nicht zuletzt deshalb, weil die kapitalkräftigsten Wirtschaftsteilnehmer erfolgreich Steuern vermeiden. Oxfam ist ein unabhängiger Verbund von verschiedenen Hilfs- und Entwicklungsorganisationen und arbeitet weltweit dafür, dass sich Menschen in armen Ländern nachhaltige und sichere Existenzgrundlagen schaffen können, Zugang zu Bildung, gesundheitlicher Versorgung, Trinkwasser und Hygiene-Einrichtungen sowie Unterstützung bei Krisen und Katastrophen erhalten. Das Weltwirtschaftsforum ist eine starker Kritik seitens zahlreichen Globalisierungsgegnern ausgesetzte gemeinnützige Stiftung, die in erster Linie für ihr alljährliches Jahrestreffen mit international führenden Wirtschaftsexperten, Politikern, und Journalisten in Davos bekannt ist.

Frankfurt am Main - Das Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum, kurz WEF), eine der bekanntesten Stiftungen, hauptsächlich durch seine alljährlichen Treffen in Davos, hat aktuell einen interessanten Report veröffentlicht, in dem die zahlreichen Autoren aus diversen Unternehmen und Organisationen die Politik auf verschiedene Risiken innerhalb der Finanzmärkte aufmerksam machen. In dem unter der federführenden Moderation des WEF erstellten Bericht stellen die Verfasser fest, daß die Finanzmarktprobleme trotz der QE-Politik der Zentralbanken keineswegs als gelöst anzusehen sind. Diesbezüglich zeigte sich die Privatunternehmer, NGOs, Gewerkschafter sowie auch Banker und Vertreter des öffentlichen Sektors umfassende Plattform erstaunlich einig. Gerade bezüglich der so häufig als systemrelevant dargestellten Bankenlandschaft dürfte das WEF-Papier in seiner Einschätzung als durchaus kompetent einzustufen sein, da auch die seitens der EZB mit der Prüfung aller wichtigen Banken beauftragte Unternehmensberatung Oliver Wyman als Co-Autor fungierte.

Frankfurt am Main - Es muss schon große Verzweiflung und Ratlosigkeit herrschen unter all den Euro-Rettern, ob im Frankfurter EZB-Turm im Ostend oder in den Regierungszentralen in Berlin und anderswo, wenn nun ein beispielloser Geld-Tsunami nicht nur Banken und die sogenannten „Märkte“, sondern auch die darbende Konjunktur im Raum der Gemeinschaftswährung dopen soll. Aller Wahrscheinlichkeit wird allerdings auch die irrsinnige Dosis von über 1,1 Billionen Euro nicht reichen, um die Probleme zu lösen, die von der Ablösung der sozialen Marktwirtschaft durch den schuldenfinanzierten Finanzkapitalismus geschaffen wurden und immer weiter verschärft werden.