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Dienstag, 12 Januar 2016 03:40

Schwarzbuch Börse 2015

München – Über die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) erschien als Bestandteil der Sonderausgabe „AnlegerLand 2016“ das „Schwarzbuch Börse 2015“, das sich neben zahlreichen Einzelfällen insbesondere mit kuriosen Fällen im Zusammenhang mit Mittelstandsanleihen, Versorgeraktien im staatlichen Stresstest, einem zur Farce werdenden Gläubigerschutz mit Blick auf die Hypo Alpe Adria und der durch Griechenland und China beeinträchtigten Börsenstimmung befasst. Besagtes Schwarzbuch führt den „Börsianern“ noch einmal nachdrücklich vor Augen, wie Gesetzgeber, Großaktionäre und Management teilweise in kongenialer Verbundenheit zu Lasten des Privatanlegers agieren. Die SdK sieht sich in der Pflicht, im makroökonomischen Umfeld einer weltweiten Notenbank-Geldschwemme, Zinsen auf niedrigstem Niveau und einer unsicheren chinesischen Volkswirtschaft die Rechte von Anlegern wahrzunehmen und auf negative Trends am Kapitalmarkt hinzuweisen.

New York - Ob DAX, der MDax oder der TecDax und der EuroStoxx, sämtlichst rutschten die Börsenidizes ab und zeigten sich offenbar nicht unbeeindruckt von gewissen Unternehmensmeldungen, wie beispielsweise dem angekündigten Siemens-Stellenabbau. Selbstredend mögen die Wahlen in Großbritannien ebenfalls zur Verunsicherung beigetragen haben, geht es dabei immerhin auch um die Frage eines künftigen Referendums zur EU-Mitgliedschaft der Insel. Dennoch feierten die Börsen rückblickend auf das letzte Jahr mehrfach Kursfeuerwerke, im Zuge derer sich die Allzeithöchststände streckenweise regelrecht jagten. Die Gründe hierfür waren jedoch nicht allein in unternehmerischen Fundamentaldaten zu suchen, sondern in nicht geringem Ausmaße vor allem auf die zentralbankinduzierte Niedrigzinsphase zurückzuführen. Die Fed-Chefin Janet Yellen äußerte nun im Rahmen einer IWF-Veranstaltung in Washington erste Bedenken hinsichtlich der bullischen Finanzmarktentwicklung.

Magdeburg - In China bewegt sich die Inflationsrate in der Nähe ihres Fünf-Jahres-Tiefs: Wie das nationale Statistikamt bekanntgab, wurde im September nur noch ein Preisauftrieb von 1,6 Prozent gemessen, womit das selbstgesteckte Inflationsziel der chinesischen Regierung, das bei 3,5 Prozent liegt, weit unterschritten würde. Besonders besorgniserregend ist, dass sich der freie Fall der Produzentenpreise – also der Preise, die die Erzeuger von Gütern erhalten – auch im September weiter fortgesetzt hat:

Frankfurt am Main - Die Prognosen der Wirtschaftsinstitute und vieler Börsenanalysten verdunkeln sich zunehmend. Auch der deutsche Aktienindex DAX hat dies mit verlustreichen Wochen bereits zu spüren bekommen. Die Anleger schauen immer verunsicherter in die nahe Zukunft.