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Frankfurt a. M. – Mit 420 Teilnehmern darf sich das Forum Automobillogistik 2016 als führende Veranstaltung dieser Art in Europa fühlen. Am 03. und 04. Februar wurde diese gemeinsame Veranstaltung vom Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) und der Bundesvereinigung Logistik (BVL) zum vierten Mal durchgeführt und stand dieses Jahr unter dem Motto „Supply Chain 4.0 – stabil, synchron, skalierbar“. Neben der Zukunft des Supply Chain Managements in der Automobilindustrie standen noch die Themen Digitalisierung, Datenqualität für die Logistik, neue Wege in der Transportlogistik sowie Herausforderungen im globalen Aftermarket auf der Agenda der Tagung. Die deutsche Automobilindustrie hat zwar 2015 weltweit erstmals mehr als 15 Millionen Pkw produziert, über 9 Millionen davon jedoch nicht in Deutschland. Dieses umfassende Produktionsnetzwerk wird von einem komplexen Logistiksystem zusammengehalten, das einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die Automobilindustrie darstellt. Deutschland steht in der Logistik-Weltrangliste der Weltbank auf Platz eins und gilt nicht zu unrecht als die führende Logistiknation der Welt.

Berlin – Blinde Fortschrittsgläubigkeit muss nicht zwingend ein Kennzeichen von besonderer Weitsichtigkeit sein, und so mancher Fortschritt voreilig in Marsch gesetzt, lässt die Frage nach dem gesellschaftlichen Vorteil unbeantwortet. Aktuell wäre diese Debatte aus Sicht der arbeitsmarktrelevanten Technikfolgenabschätzung im Zusammenhang mit der unter Industrie 4.0 bezeichneten Digitalisierung der Industrielandschaft angebracht. Immerhin soll laut einer neuen Studie besagte Digitalisierungsoffensive in den kommenden fünf Jahren eine Vielzahl an Büro- und Verwaltungsstellen obsolet machen. Die Rede ist von etwa fünf bis sieben Millionen Arbeitsplätzen weltweit, wobei es vor allem in der deutschen Arbeitswelt zu erheblichen Umbrüchen kommen soll. Diesem Befund liegt eine noch unveröffentlichte Untersuchung des Weltwirtschaftsforums zugrunde, auf die sich die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berief.

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gefiel sich am 4. Dezember des vergangenen Jahres darin, von vielen neuen Arbeitsplätzen zu fabulieren, die durch die Digitalisierung entstehen würden. Auf einem internationalen Kongress zur Digitalisierung der Wirtschaft sagte Merkel: „Auf jeden Fall erfordert eine Prosperität Europas eine positive Einstellung zu den technischen Möglichkeiten der digitalen Welt, denn hier werden weit mehr Jobs entstehen, als Jobs wegfallen durch Digitalisierung in der klassischen Wirtschaft.“