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Berlin – Laut dem Beratungskonzern Ernst & Young klafft die Schere zwischen reichen und armen Städten immer weiter auseinander, was sich mitunter häufig an den Gewerbesteuerhebesätzen widerspiegelt, deren Bandbreite von der seit 2004 geltenden Mindesthöhe zur Verhinderung von sogenannten Gewerbesteueroasen in Höhe von 200 % bis zu den 900 % im rheinland-pfälzischen Dierfeld reichen. Der bundesweite Durchschnitt liegt derzeit bei 397 %. Der Gewerbesteuerhebesatz ist im Gemeindesteuerrecht die Bezeichnung für einen Faktor, der zur Ermittlung der Steuerschuld mit dem  von der Finanzverwaltung ermittelten Steuermessbetrag multipliziert wird. Dieses Instrument, mit dem die Gemeinden in Deutschland die Höhe der ihnen zustehenden Gemeindesteuern beeinflussen können, ist nach Art. 28 Abs. 2 S.3 Grundgesetz Teil der verfassungsrechtlich abgesicherten Selbstverwaltungsgarantie. Anders vielleicht als bei verarbeitenden Betrieben, bei denen auch die Infrastruktur des Gewerbegebietes von hoher Relevanz ist, nimmt für Dienstleister, die womöglich fast  ausschließlich mit Büro und schnellem Internet auskommen, der Hebesatz einen entscheidenden Stellenwert ein.

Berlin – Wie eine aktuelle Untersuchung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), die auf der Befragung von Industrie- und Handelskammern (IHKs) sowie Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) basiert, ergab, klagen die Betriebe über Investitionshürden in der EU. Es ist sogar von gravierenden Problemen deutscher Unternehmen bei Investitionen im europäischen Binnenmarkt die Rede. Wie DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier dem Handelsblatt berichtete, beschweren sich bei den AHKs immer mehr Betriebe über Diskriminierungen, beispielsweise bei der Vergabe öffentlicher Aufträge oder bei der Genehmigung von Erweiterungsbauten. Insbesondere für mittelständische Betriebe unangenehme Hürden im administrativen Bereich sind auszumachen. Dies treffe sowohl auf die EU-Länder in Osteuropa, aber auch auf die direkte Nachbarn zu.

Magdeburg - Nachdem die Daten des Statistischen Bundesamtes zur Wirtschaftsleistung im dritten Jahresquartal durchaus nicht allzu viel Euphorie erzeugten, ja zuweilen unter namhaften Ökonomen kritische Beurteilungen hervorriefen, gewinnt die Frage nach der zu erwartenden Beschäftigungsentwicklung an Bedeutung. Zudem unter dem Gesichtspunkt, ob das Millionenheer an Flüchtlingen, womöglich nebst nachfolgendem Familiennachzug, künftig in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden kann. Der Deutsche Industrie und Handelskammertag (DIHK) tätigte nun öffentlich seine aktuelle Beschäftigungsprognose, die jedoch auf ein Auslaufen der positiven Arbeitsmarktentwicklung der jüngsten Zeit hindeutet. Erlebten wir vielleicht doch nur ein künstlich erzeugtes konjunkturelles Strohfeuer, welches drohende Krisenszenarien nur verzögerte, aber nicht verhinderte?

Berlin - Nachdem die Belastungen mit der Flüchtlingswelle zunehmend größer werden, ja diverse Kommunalvertreter und Hilfsorganisationen sogar kundtun, zu groß werden, wird seitens der Befürworter einer in zweierlei Hinsicht grenzenlosen Migration versucht, der verfahrenen Situation einen Vorteil mit Blick auf einen Fachkräfteimport herbeizureden. Doch wie seit geraumer Zeit nahezu alles einer schnellen Revidierung anheim fällt, so auch dieser Aspekt, bei dem offensichtlich mehr nur der Wunsch der Vater des Gedankens ist. In diesem Zusammenhang war bereits auffällig, daß Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) nicht umhinkam, sehr bald eingestehen zu müssen, daß die Arbeitslosenzahlen aufgrund der Zuwanderung spürbar ansteigen werden. Folglich scheinen sich offensichtlich nicht im überbordenden Maße genau die zumeist nachgefragten Berufsbilder und Qualifikationsniveaus zu uns zu flüchten. Einen Rückschluss darauf lässt schon ein Blick auf die Analphabetenquote in den Hauptherkunftsländern der Asylforderer zu.

Frankfurt am Main - Laut einer aktuellen DIHK-Umfrage zeichnet sich im vergleichsweise noch komfortablen Finanzierungsumfeld in Deutschland bei näherer Betrachtung ein zunehmendes Problem ausgerechnet bei den volkswirtschaftlich bedeutsamen Investitionskrediten ab. Wenngleich auch die EZB-Geldpolitik abgesehen ihres immanenten Risikos krisenauslösender Vermögenspreisblasen grundsätzlich zu einer Erleichterung der Kreditvergabe beitragen kann, bestehen dennoch eine Reihe von Hindernissen, welche die Investitionstätigkeit hemmen. Zwar stieg die Nachfrage nach Unternehmenskrediten im ersten Quartal 2015 erstmals seit längerer Zeit wieder an, jedoch ein relevanter Teil dieses Anstiegs ist nach Angaben der Bundesbank aber auf die Finanzierung von M&A-Transaktionen und nicht auf neue Investitionen auf Betriebsebene zurückzuführen. Und trotz eines, laut Jahresabschlußstatistik, Anstiegs der  durchschnittlichen Eigenkapitalquote von 2002 bis 2012 von 22,4 % auf 28,0 %, stellt nach wie vor der Eigenfinanzierungsanteil für etwa ein Drittel der Unternehmen ein Hindernis beim Kreditzugang dar. Bürokratische Formalismen, wie beispielsweise Dokumentationspflichten, werden von 17 % der Unternehmen als Kredithindernis angeführt, womit diese Kategorie einen ähnlichen Stellenwert wie der Zins einnimmt.

Frankfurt am Main - Die betriebliche Altersvorsorge bereitet den Unternehmen im anhaltenden Niedrigzinsumfeld zunehmend Probleme und wirkt sich negativ auf die Investitionsfähigkeit aus. Dies bestätigen über 9000 Unternehmensantworten einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), der feststellt, daß dieses Thema an Brisanz für die Zukunftsfähigkeit der Betriebe zugenommen habe. Die Niedrigzinsphase weist eindeutig zwei Seiten der Medaille auf: der leichteren Bedienung fremdkapitalbasierter Finanzierung steht das Problem der Aufstockung der Pensionsrückstellungen gegenüber, die aufgrund des Ausbleibens der ursprünglich kalkulierten Verzinsung erforderlich werden. Gesamtwirtschaftlich ist jedes dritte Unternehmen in Deutschland derzeit mit diesem Problem konfrontiert. Nach der getätigten DIHK-Umfrage revidiert aufgrund dieser Kostenbelastung jedes zehnte Unternehmen seine Investitionspläne nach unten.

Montag, 20 Juli 2015 22:02

DIHK beklagt Berufsschulsituation!

in Politik

Berlin - Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, bewertet die zunehmende Schließung von Berufsschulen als ausgesprochen besorgniserregend, da die Kombination von Praxis im Betrieb und Theorie in der Berufsschule das  Erfolgsrezept der dualen Ausbildung sei. Doch sei die Zahl der Berufsschulen im dualen System zwischen 2005 und 2013 bundesweit um 6 Prozent gesunken. Besonders litten die ostdeutschen Bundesländer: In Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern habe das Minus 33 Prozent betragen, in Thüringen sogar 42 Prozent. Als Hauptgründe nannte der DIHK-Präsident den demographiebedingten Rückgang der Schülerzahlen einerseits und den ungebremsten Trend zum Studium andererseits. Laut einer Online-Umfrage beklagen bereits 22 % der Unternehmen, daß es in ihrer Region kein bedarfsgerechtes Angebot mehr gibt, wodurch die Gefahr einer letztendlichen Aufgabe der Ausbildungsleistung dieser Betriebe besteht.

Dienstag, 14 Juli 2015 20:46

DIHK konstatiert Gründungsmisere

Berlin - Das unternehmerische Gründungsgeschehen einer Region bzw. eines Landes wird unter anderem als ein Indikator für die Dynamik, Flexibilität und Innovationsfähigkeit gewertet. Und insbesondere für auf dem Wettbewerbsprinzip fußende marktwirtschaftliche Ordnungen besitzt das Gründungsgeschehen eine gewisse Bedeutung hinsichtlich der Entwicklungspotentiale eines Wirtschaftsraumes. Allerdings spricht die Deutsche Industrie- und Handelskammer inzwischen von einer Gründungsmisere und gibt damit einen denkbar schlechten Zustandsbefund ab. Demgemäß verzeichnen die IHKs bereits das vierte Jahr in Folge weniger Gespräche mit gründungswilligen Aspiranten. Nicht zuletzt liegt dem auch ein demographisches Problem zugrunde, da die vergangenen Jahre ein sukzessiver Rückgang der gründungsintensiven Alterskohorte zwischen 25 und 45 Jahren zu verzeichnen war. Die Kammer mißt jedoch der Gründungsentwicklung eine nicht zu vernachlässigende Relevanz für eine gesunde mittelständische Struktur der Wirtschaftslandschaft bei. Einzig im Bereich der IT-Start-ups war eine vergleichbar etwas ausgeprägtere Gründungsneigung zu beobachten.

Magdeburg - Seit Beginn des Ukraine-Konflikts erhalten deutsche Unternehmen teilweise 60 Prozent weniger Aufträge und Bestellungen aus Russland. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) geht davon aus, dass hiesige Firmen mit ihren Russland-Geschäften im letzten Jahr mindestens 7,2 Milliarden Euro weniger umsetzten als 2013. Vor allem der Mittelstand leidet unter den Sanktionen gegen Russland: Eine Umfrage der DZ Bank ergab, dass 28 Prozent aller mittelständischen Unternehmen davon betroffen sind, 40 Prozent erwarten negative Auswirkungen, fünf Prozent sogar „deutlich negative“.

Magdeburg - Der Dachverband fzs warnt vor einer übertrieben beschriebenen Konkurrenzdarstellung zwischen Ausbildung und Studium. "In letzter Zeit können sowohl Auszubildende als auch Studierende manchmal das Gefühl bekommen, jeweils das Falsche gewählt zu haben. Bei dem Streit um ,Überakademisierung' auf der einen und ,Fachkräftemangel' auf der anderen Seite werden Menschen zur blanken Verschiebemasse des Wirtschaftsstandortes Deutschland erklärt", so die Studentenvertreter. Niemand solle sich bei der Entscheidung zwischen Ausbildung und Studium von Prognosen über zukünftige Wirtschaftstrends leiten lassen, da diese auf Spekulationen beruhen. Jeder solle den Weg auswählen, der den eigenen Interessen entspricht. Sie fordern ein Stopp der "künstlich herbeigeredeten" Debatte.

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