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Donnerstag, 22 Oktober 2015 23:31

Infrastruktureller Verfall zehrt an Substanz!

Magdeburg - Der aktuelle DIW-Wochenbericht befaßt sich eingehend mit der öffentlichen Investitionstätigkeit in Deutschland, wobei neben den Investitionen von Bund und Ländern insbesondere die kommunalen Investitionen im Fokus der Analysen stehen, da nicht zuletzt 50 % der bundesweit öffentlichen Gesamtinvestitionen auf diese entfallen. Als Fazit wird festgestellt, daß Deutschlands Kommunen mehr investieren sollten und die Finanzausstattung dafür regional gleichmäßiger verteilt werden müßte. Einen wesentlichen Beitrag zur Überwindung der Investitionsschwäche könnte dem Bericht zufolge die Stärkung der kommunalen Unternehmen leisten. Seit den 90er Jahren ist in Deutschland ein Rückgang der Investitionen zu beobachten und dabei am stärksten auf der Eben der Kommunen. Zwischen 1992 und 2013 haben sich die jährlichen Investitionsausgaben in Relation zum Bruttoinlandsprodukt halbiert. Seit 2003 sind die kommunalen Nettoinvestitionen negativ, das heißt die Abschreibungen übersteigen die Neuinvestitionen. Inzwischen kumulierte sich dies auf mehr als 46 Mrd. € an nicht wieder ersetzter Infrastruktur.

Magdeburg - Nach einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) besitzt das reichste Prozent der Bevölkerung in Deutschland rund ein Drittel des gesamten Privatvermögens. Die auf Schätzungen basierenden Berechnungen übertreffen damit die Zahlen aus dem jährlich aktualisierten Sozio-Ökonomischen Panel (SOEP), in dem mehrere Tausend Haushalte zur Art und Höhe ihrer Einkünfte befragt werden. Demnach sollen die Superreichen „lediglich“ ein Fünftel des gesamten Privatvermögens in Deutschland halten.