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Berlin – Die in der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) vertretenen Spitzenverbände der Banken und Sparkassen haben hinsichtlich der Forderung von Aufsichtsbehörden, ein Verhältnis von Kernkapital zu Geschäftsvolumen (Leverage Ratio) vorzugeben, ein Gutachten bei Prof. Dr. Thomas Hartmann-Wendels von der Universität Köln in Auftrag gegeben. Folgt man diesem Gutachten sorgt ein solches Leverage Ratio nicht, wie beabsichtigt, für ein stabileres Finanzsystem, sondern würde sogar Fehlanreize setzen. Die Behauptung im Gutachten: Eine Leverage Ratio verhindert weder übermäßige Verschuldung, noch Risikounterzeichnung, noch, dass risikobasierte Normen prozyklisch wirken. Die Einführung dieser starren Kennziffer als bankaufsichtliche Mindestanforderung würde im Ergebnis dazu führen, dass das Kreditangebot bei risikoarmen Produkten wie zum Beispiel der Wohnungsbaufinanzierung, des Fördergeschäfts oder der Kommunal- und Staatsfinanzierung reduziert werde, warnt die Deutsche Kreditwirtschaft.