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Berlin – Laut dem Beratungskonzern Ernst & Young klafft die Schere zwischen reichen und armen Städten immer weiter auseinander, was sich mitunter häufig an den Gewerbesteuerhebesätzen widerspiegelt, deren Bandbreite von der seit 2004 geltenden Mindesthöhe zur Verhinderung von sogenannten Gewerbesteueroasen in Höhe von 200 % bis zu den 900 % im rheinland-pfälzischen Dierfeld reichen. Der bundesweite Durchschnitt liegt derzeit bei 397 %. Der Gewerbesteuerhebesatz ist im Gemeindesteuerrecht die Bezeichnung für einen Faktor, der zur Ermittlung der Steuerschuld mit dem  von der Finanzverwaltung ermittelten Steuermessbetrag multipliziert wird. Dieses Instrument, mit dem die Gemeinden in Deutschland die Höhe der ihnen zustehenden Gemeindesteuern beeinflussen können, ist nach Art. 28 Abs. 2 S.3 Grundgesetz Teil der verfassungsrechtlich abgesicherten Selbstverwaltungsgarantie. Anders vielleicht als bei verarbeitenden Betrieben, bei denen auch die Infrastruktur des Gewerbegebietes von hoher Relevanz ist, nimmt für Dienstleister, die womöglich fast  ausschließlich mit Büro und schnellem Internet auskommen, der Hebesatz einen entscheidenden Stellenwert ein.

Mittwoch, 01 Oktober 2014 07:00

Energiewende mit weiterer Baustelle

Berlin - Die Energiewende sollte das Projekt der aktuellen Bundesregierung werden. Deswegen hat man sich auch dazu entschlossen, sie nicht im Umweltministerium, sondern im Wirtschaftsministerium anzusiedeln.

Frankfurt am Main - Das Leben in Deutschlands Kommunen wird künftig teurer. Einer Umfrage der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) zufolge wollen 74 Prozent der deutschen Kommunen in den nächsten Jahren Steuern und Gebühren erhöhen. Jede dritte Stadt will darüber hinaus Leistungen streichen.