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Hamburg - Bei einem Test der Verbraucherzentrale Hamburg fielen die Hälfte aller 32 Produkte, die mit dem Slogan "fair gehandelt" werben, durch. Es sei völlig "intransparent" und nicht nachvollziehbar, wie hoch der Anteil von gerecht produzierten Lebensmitteln in den Produkten sei. Neben einer verwirrenden Anzahl diverser Siegel, wiesen die Verbraucherschützer auch regelrechte Fälle von "Etikettenschwindel" nach. So wurden etwa durch Herausrechnen einiger Bestandteile einfach die Prozentangaben der fairen Anteile höher angegeben als erlaubt. Die Tester sprechen in diesem Zusammenhang von "Verbrauchertäuschung".

Frankfurt am Main - Die Pläne des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, Ramschanleihen der europäischen Krisenstaaten aufkaufen zu wollen, geraten zunehmend in die Kritik. Der Chef der Bundesbank, Jens Weidmann, warnt davor, dass der Aufkauf dazu führen könnte, dass Kreditrisiken „auf die Notenbank und damit den Steuerzahler verlagert“ werden.

Neapel - Die Tagung des EZB-Rats in Neapel hat am 02. Oktober genau die vorab von vielen namhaften Ökonomen befürchteten Ergebnisse zu Tage gefördert. Bundesbankpräsident Jens Weidmann wurde - wie abzusehen war – von seinen Ratskollegen überstimmt. Im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stand, in welchem Maße die EZB abgesehen von der Dauerniedrigzinspolitik ihr angekündigtes Ankaufprogramm von Kreditverbriefungen gestalten möchte. In der anschließenden Pressekonferenz teilte EZB-Präsident Mario Draghi mit, daß bereits Mitte Oktober mit dem Ankauf von Pfandbriefen begonnen und im Verlaufe des vierten Quartals der Ankaufstart von Kreditverbriefungen nachfolgen werde. Der Umfang des beschlossenen Programms ist enorm, möchte doch Mario Draghi innerhalb von nur zwei Jahren die gigantische Summe von bis zu einer Billion Euro in den Markt pumpen. Inflationsgefahren fürchtet Draghi nicht, da er vielmehr bestrebt ist, eine solche dezidiert zu importieren. Gegenüber dem Dollar hat der Euro in den letzten fünf Monaten bereits rund zehn Prozent an Wert verloren.

Frankfurt am Main - Der Euro wertet im Vergleich zum Dollar stetig ab, was Mario Draghi von der EZB Freunde bereiten dürfte, erhofft sich dieser dadurch Rückenwind für die Exportwirtschaft. Doch so mancher Ökonom beurteilt die währungspolitische Situation etwas kritischer. Derzeit steht der Euro bei 1,26 $, erreichte jedoch am gestrigen Tage bereits seinen Zweijahrestiefststand unterhalb dieser Marke, den er ohne die negativen US-Daten vermutlich nicht verlassen hätte. Und beurteilt man die vergangene Entwicklung, dürfte dieser Euro-Abwertungstrend sich noch einige Zeit verfestigen. Dieser Trend ist nicht allein aus der Retrospektive herzuleiten, sondern vielmehr aus den abzuleitenden Zukunftsprognosen der Absichtserklärungen bzw. Andeutungen der Zentralbanker. Während EZB-Präsident Mario Draghi bis 2016 zinspolitisch an der Null-Linie entlang fahren möchte, wird jenseits des großen Teichs eine gegenläufige Entwicklung angenommen. Die US-Notenbank, war zu vernehmen, zielt zwischen März und Juli 2015 auf eine erste Zinsanhebung ab. China und Japan schlagen vermutlich den Weg einer weiteren Niedrigzinspolitik gleich der EZB ein, im Gegensatz zu Großbritannien, wo wiederum eine Zinsanhebung erwartet wird.

München - Wenn der renommierte Wirtschaftswissenschaftler und Chef des ifo-Instituts Hans-Werner Sinn sich zu aktuellen Entwicklungen der Weltwirtschaft äußert, wird das vielerorts sehr ernst genommen. Er gilt trotz seiner einflussreichen Stellung als Querdenker, der sich auch nicht scheut, heilige Kühe zu schlachten. So hat er bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass der Euro nicht zum Götzen erhoben werden dürfe und es durchaus legitim sei, darüber nachzudenken, den Euro zu verlassen.

Freitag, 26 September 2014 20:57

Kauflaune der Verbraucher erneut gesunken

Frankfurt am Main - Das Geld sitzt bei den Deutschen immer weniger locker. Die weltweiten Krisen und Konflikte auf der einen Seite und die europäische Konjunkturflaute auf der anderen Seite haben den Optimismus der Deutschen merklich schwinden lassen. Vor allem die Konflikte im Nahen und Mittleren Osten sowie in der Ost-Ukraine machen der Kauflaune der Verbraucher zu schaffen.

Frankfurt/Oder - Die Grenzkriminalität macht Unternehmen im grenznahen Raum mehr und mehr zu schaffen. So sind brandenburgischen Unternehmen etwa zwei Millionen Euro Schaden durch Einbrüche und Diebstahl entstanden. 140 Unternehmen meldeten einen Gesamtschaden von 2,17 Millionen Euro. Dies bedeutet einen Anstieg von über 700.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Folgeschäden wie Produktionsausfälle sind hierbei noch gar nicht berücksichtigt. Die Handwerkskammer Cottbus sieht ganze Unternehmen durch die überhand nehmende Kriminalität bedroht.

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