www.derfflinger.de

Moskau –  Kurz vor Neujahr hatten die EU und die USA die Verlängerung ihrer Sanktionen gegen Russland, die ursprünglich bis zum 31. Januar 2016 galten bis zum 31. Juli verkündet. Aus der deutschen Wirtschaft ist deutliche Kritik laut geworden, dass eine immerhin sechsmonatige Sanktionsverlängerung ohne eingehende Debatte erfolgte. Beispielsweise forderte unlängst erst der Deutsche Bauernverband (DBV) - so wörtlich - „intensivere Bemühungen“ um ein Ende der Sanktionen, die eben auch den deutschen Agrarsektor belasten. Der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft (BVMW) rief im Zusammenhang mit der Russlandreise Horst Seehofers die Bundesregierung ebenso dazu auf, die Sanktionspolitik gegenüber Russland zu überdenken. Auch in Frankreich waren zuletzt Forderungen laut geworden, die Sanktionen gegen Russland schnell zu beenden. Allerdings stärkte alledem ungeachtet Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko im Konflikt mit Russland weiter den Rücken, indem sie ausführte, dass eine Aussetzung der Sanktionen gegen Russland verfrüht sei.

Berlin – Einer aktuell verabschiedeten Erklärung des deutschen Bauernverbandes ist in wesentlichen Punkten die Einschätzung der gegenwärtigen Entwicklung des Agrarsektors und die Forderung der deutschen Landwirtschaft an die nationale und internationale Politik zu entnehmen. Deren Bedeutung ist abgesehen vom gesellschaftlichen Beitrag der Landwirtschaftsbetriebe auf kultur- und umweltfachlichem Gebiet vor allem aufgrund des direkten Zusammenhangs mit unserer Ernährungssituation hinsichtlich Versorgungssicherheit, Preisentwicklung und Qualität nicht gering zu schätzen. In den vergangenen 20 Jahren haben sich die deutschen Agrarausfuhren mehr als verdreifacht, die Importe verdoppelt, wobei Deutschland dabei stets Nettoimporteur von Agrarprodukten und Lebensmitteln ist. Nach wie vor ist der heimische Markt mit einem geschätzten Absatzanteil von etwa 75 % der Dreh- und Angelpunkt für die deutsche Landwirtschaft. Rund 20 % der Erzeugung gehen in die Länder der Europäischen Union, lediglich der verbleibende Teil in Drittlandsmärkte.

Dienstag, 12 Januar 2016 02:23

Zukunftunsicherheit beim VDMA!

Frankfurt a.M. – Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes des Deutschen Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Thilo Brodtmann äußerte sich zum Jahreswechsel zu einigen zentralen, insbesondere seine Branche betreffenden, wirtschaftlichen Fragen, wobei er deutlich machte, dass absehbar auch das Jahr 2016 als schwierig einzuschätzen ist. Immerhin mehr als 40 % aller Exporte unserer Industrie gehen in das EU-Ausland und die Abhängigkeit von diesem Markt dürfte aufgrund der zunehmenden Schwäche der Schwellenländer sowie nicht zuletzt mit Blick auf die Sanktionen gegenüber Russland keineswegs abnehmen. Umso verständlicher die Sorge des Verbandschefs über das Versagen der Europäischen Institutionen und deren Personal, das nicht nur immer weniger in der Lage ist, bei den entscheidenden Herausforderungen zu gemeinsamen Lösungen gelangen zu können, sondern nahezu jeden größeren Entscheidungsprozess in Europa gleich zu einer Krise werden lässt.

Wien - In Österreich regiert seit gefühlten Ewigkeiten eine große Koaltion aus SPÖ und ÖVP, die in ihrer parlamentarischen Mehrheit überhaupt nicht mehr so groß ist. Vor allem die FPÖ des Heinz-Christian Strache liegt den Großkoalitionären im Nacken. In kontroversen Debatten nimmt derzeit das Freihandelsabkommen TTIP großen Raum ein. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) glaubt, wie so oft, an eine interpretierbare Meinung. Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) ist da schon klarer in der Aussage. Für ihn und die ÖVP ist TTIP ein Muß und brächte nur Vorteile für das Exportland Österreich.

Magdeburg - Die deutschen Exporte in die Russische Föderation sind binnen einem Jahr um mehr als ein Viertel zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, wurden im August 2014 26,3 Prozent weniger Waren nach Russland exportiert als noch vor einem Jahr. Der Wert der Ausfuhren betrug nur noch 2,3 Milliarden Euro und erreichte damit einen neuen Tiefstand. Damit rutschte Russland vom elften auf den dreizehnten Platz der wichtigsten Empfängerländer deutscher Waren ab.

Freitag, 10 Oktober 2014 14:19

Deutsche Exporte gehen erneut zurück

Wiesbaden – Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, sind die deutschen Exporte im August 2014 erneut zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sanken die Ausfuhren um 1,0 %, aber auch die Importe gingen um 2,4 Prozent zurück. Bereits im Vormonatsvergleich wurde ein Rückgang der Exporte um 5,8 % und der Importe um 1,3 % festgestellt.