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Berlin - Die Gemälde des Impressionismus und des Expressionismus sind weltweit Publikumsmagneten. Noch bis zum 20. September präsentiert die Nationalgalerie - Staatliche Museen zu Berlin eine einzigartige Ausstellung, die sich erstmals dem Vergleich beider Stile widmet. Sowohl Beispiele des Impressionismus, der ein neues Naturgefühl verkörpert, einen neuen Sinn für Realismus in der Darstellung atmosphärischer Stimmungen und neue Liebe zu dem flüchtigen Spiel des Lichts und dem flüchtigen Strich des Pinsels, als auch des Expressionismus, der in seiner antinaturalistischen Tendenz nach der Sichtbarmachung des Hintergründigen von Form und Farbe strebt, werden mit etwa 160 Meisterwerken vorwiegend deutscher und französischer Künstler gezeigt. Vielleicht ist genau diese Form der Ausstellung bestens geeignet, zu erklären, worin die Bewunderung dieser beiden Stile oder vielleicht auch Stilabweichungen zu Gründerzeit und Jugendstil begründet liegt.

Im November wird bei Christie´s der Kunstnachlaß des im Februar 2014 verstorbenen Schauspielers, Regisseurs und Produzenten Maximilian Schell versteigert. Schell galt als äußerst kunstsinnig, eine Neigung, die ihm aus dem Elternhaus mitgegeben wurde. So studierte er neben Musik- und Theaterwissenschaften auch Philosophie und Kunstgeschichte. Von ihm, der unter seinen zahlreichen Liebesbeziehungen auch durch eine zeitweilige Liaison mit Soraya Esfandiary-Bakhtiary, der Gattin des letzten Schahs von Persien Aufsehen erregte, stammt der Spruch: „Was bleibt ist die Kunst“. Seit seiner Jugend sammelte er Kunstwerke, vornehmlich Nachkriegskunst, die zu Teilen im November und Dezember diesen Jahres in Amsterdam, London und Paris bei Christie´s unter den Hammer kommen. Zu den vielleicht bekanntesten darunter befindlichen Vertretern dürften Jean Dubuffet, Franz Kline und Josef Albers zählen.

München - Anlässlich des 100. Todesjahrs von August Macke zeigt das Kunstmuseum Bonn in Kooperation mit dem Lenbachhaus in München eine Ausstellung von und über August Macke und Franz Marc, in der sich erstmals mit der Freundschaft der beiden Expressionisten, man könnte auch sagen mit deren persönlicher und künstlerischer Wahlverwandtschaft, befaßt wird. Die Ausstellung „August Macke und Franz Marc - Eine Künstlerfreundschaft“ kann von 25.09.2014 bis 04.01.2015 im Kunstmuseum Bonn und von 28.01. bis 03.05.2015 im Lehnbachhaus in München besucht werden, und bietet etwa 200 Gemälde, Papierarbeiten, kunstgewerbliche Objekte sowie private Dokumente der beiden Künstlerfreunde aus der Zeit von 1910 bis 1914 zu Gesicht. Ab Ende September wird ein 360-seitiger Ausstellungskatalog mit Essays namhafter Autoren und zahlreichen Abbildungen für 34,- € erhältlich sein. Volker Adolphs und Annegret Hoberger sollen nicht weniger als ganze fünf Jahre mit der Vorbereitung an dieser Ausstellung, die sich auch zur Aufgabe gesetzt hat, deren Arbeiten an der Gesellschaft des „Blauen Reiter“ und die farbtheoretischen Diskussionen zu beleuchten, befaßt gewesen sein.

Freitag, 25 Juli 2014 13:58

Gustave Courbets nackte Tatsachen

Paris - Der französische Maler Jean Désiré Gustave Courbet (1819 bis 1877) gilt als bedeutender Meister der Epoche des "Realismus". Eigentlich hätte der 1819 in Ornans bei Besancon geborene Gustave Courbet ein Kind des "Empire" sein sollen. Doch der zu spätgeborene verpasste die Reichskunst des Napoleon I. Bonaparte um Jahre. So durfte er seine Kunstfertigkeit im beginnenden Zeitalter der Moderne, dessen erste Epoche der Realismus war und dem so entscheidende Stilrichtungen wie "Impressionismus" und "Expressionismus" folgten, widmen.