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Berlin – Immer wieder treten in der Politik Diskussionen darüber auf, ob gewisse Bereiche besser oder sinnvoller staatlich oder privatwirtschaftlich organisiert sein sollen, worüber je nach ideologischem Standpunkt nicht selten leidenschaftlich gestritten wird. In Deutschland trifft diese Debatte gegenwärtig die Entsorgungswirtschaft. Untersuchungen von BDE Research, der volkswirtschaftlichen Abteilung des Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V., haben ergeben, dass der Marktanteil der mit der Hausmüllsammlung beauftragten privaten Unternehmen zwischen 2006 und 2016 bundesweit um rund 16 % zurückgegangen ist, wodurch der Marktanteil staatlicher Unternehmen auf insgesamt 47 % anstieg. Besonders betroffen von dieser Entwicklung sind die regionalen mittelständischen Privatunternehmen. Spitzenreiter dieser Entwicklung sind die neuen Bundesländer. Deren Kommunen haben im besagten Zeitraum über ein Drittel der zuvor durch private Entsorger erbrachten Hausmüllsammlung verstaatlicht.

München – Noch sprudeln die Steuereinnahmen, wodurch der Politik die gesellschaftliche Diskussion um die vom Bundesverfassungsgericht aufgetragene Reform der Erbschaftssteuer nicht erleichtert werden dürfte. Diverse Wirtschaftsverbände melden sich nahezu ununterbrochen zu Wort, um ihre Interessen zu vertreten. Neben der Berücksichtigung aller Standpunkte und einer zu einem verträglichen Interessenausgleich führenden Ausgestaltung gilt es seitens der Politik auch ein Augenmerk darauf zu legen, das kommende Steuergesetz nicht unmittelbar wieder rechtlich angreifbar werden zu lassen. Zu den vielen Urteilen und Gutachten zum Thema gesellt sich neuerdings noch ein Band, den Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw), der Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. (BDI) und die Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Deloitte in einer Schriftenreihe „Analysen zur Erbschaftsteuerreform“ veröffentlichten hinzu. In der Schrift wird gefordert, dass das ausländische Besteuerungsniveau nicht überschritten werden dürfe.

Dienstag, 12 Januar 2016 03:28

Jobmotor Familienunternehmen!

Berlin/Bonn – Das IfM Bonn führt im Auftrag der Deutschen Bank AG und des BDI regelmäßig Studien über die größten Familienunternehmen in Deutschland durch. Das nun veröffentlichte sechste Kennzahlen-Update untersucht die volkswirtschaftliche Bedeutung der 4.497 Familienunternehmen mit mindestens 50 Millionen Euro Jahresumsatz. Dafür wurden ihre Bilanz und GuV-Kennzahlen der Jahre 2012 und 2013 und die bereits veröffentlichten Daten von 2014 analysiert. Laut dieser aktuellen Studie weisen sich insbesondere die Familienunternehmen als Wachstumsmotor und bedeutender Stützpfeiler der deutschen Wirtschaft aus. Dem besagten Kennzahlen-Update ist hinsichtlich der untersuchten Familienunternehmen ein deutlicher Beschäftigungszuwachs und ein Anstieg der Eigenkapitalquote auf überdurchschnittliche 37 % zu entnehmen. Der Beschäftigungszuwachs in Familienunternehmen fällt sogar deutlich höher aus als in allen Unternehmen insgesamt, weshalb an der besonderen Bedeutsamkeit für den Arbeitsmarkt nicht zu zweifeln ist.

Freitag, 19 Dezember 2014 21:22

Claas setzt weiterhin auf Russland

Magdeburg - Der deutsche Landmaschinenhersteller Claas hat sich erneut zu seinen Geschäftstätigkeiten in Russland bekannt. Demnächst eröffnet das Unternehmen, das in der südrussischen Stadt Krasnodar schon seit 25 Jahren Traktoren und Mähdrescher produziert, ein neues Werk, mit dem die Produktionskapazitäten vor Ort verdoppelt werden sollen.